Rat Maasen beschließt Haushalt 2018

Steuersätze werden leicht erhöht

Maasen - Die Sitzung des Gemeinderats Maasen war wie gewohnt geprägt von Konsens und guter Laune. Die sieben Ratsmitglieder wickelten die Tagesordnung am Mittwochabend mit einstimmigen Beschlüssen ab. Kämmerin Stefanie Backhaus stellte die Eckdaten des Haushaltsplans 2018 vor.

Der Ergebnishaushalt weist ordentliche Erträge in Höhe von 586.600 Euro auf. Angesetzt wurden unter anderem 15.000 Euro für die Straßenunterhaltung, 2000 Euro für die Anschaffung von Spielgeräten und 5000 Euro für die Planung des Straßenausbaus Weg Mesloh. Abzüglich der Aufwendungen (491.600 Euro) ergibt sich ein Überschuss von 95.000 Euro, der in die Rücklage fließt. „Das Jahr 2017 hat sich positiver entwickelt als erwartet“, sagte Stefanie Backhaus. Unter Berücksichtigung des vorläufigen Abschlusses wird die Rücklage bis Ende 2018 auf rund 309.000 Euro anwachsen. Der Überschuss im Finanzhaushalt liegt bei 94.000 Euro, die liquiden Mittel belaufen sich nach dem vorläufigen Abschluss des Jahres 2017 zum 1. Januar 2018 auf 550.880 Euro.

Der Rat verständigte sich auf die Erhöhung der Steuersätze, allerdings nicht in der von der Verwaltung vorgeschlagenen Höhe. Die Grundsteuer A wird auf 350 vom Hundert festgesetzt (bisher 330), die Grundsteuer B steigt von 340 auf 370, die Gewerbesteuer von 380 auf 390 vom Hundert. Bürgermeister Fred Könemann stellte fest, es mache mehr Sinn, sich mit den Jagdgenossen gut zu stellen, als 100 Euro mehr Steuern zu erheben.

Keine positive Resonanz für E-Ladesäule

Die Anregung von Gemeindedirektor Rainer Ahrens, Mittel für die Pacht einer Elektro-Ladesäule in den Haushalt einzustellen, fand keine positive Resonanz. Als Standort, Zielvorgabe: „in der Nähe einer Gastwirtschaft oder einer touristischen Einrichtung“, biete sich allenfalls die Milchtankstelle an, hieß es scherzhaft aus der Mitte des Rates. Mit Blick in die Runde sagte Fred Könemann: „Ich glaube, das hat sich erledigt.“

Einstimmig positiv beschied der Rat Anträge der Jugendfeuerwehr Ohlendorf und des Schützenvereins Maasen. Die Vereine erhalten auch im kommenden Jahr einen Zuschuss von jeweils 150 Euro für die Jugendarbeit. Auf Anregung von Wilhelm Griffel nahm Kämmerin Backhaus Mittel für die Ausbauplanung des Weges Mesloh in den Haushalt auf. Er soll auf einer Länge von 500 Metern verbreitert werden. Die Kosten sind kalkuliert mit rund 100.000 Euro, mit öffentlichen Zuschüssen ist nicht zu rechnen.

„Der Breitbandausbau wird voraussichtlich im Herbst 2018 beginnen“, erklärte Rainer Ahrens auf Nachfrage. Er teilte mit, dass die Ausbaurate in der Samtgemeinde bei über 95 Prozent liege und in der Gemeinde Maasen vier Einzellagen nicht an die Datenautobahn angeschlossen werden.

Eine weitere Mitteilung der Verwaltung: Der Landkreis Diepholz hat Bauvoranfragen für zwei Schweinemastställe in der Gemeinde Maasen positiv beschieden. Ratsherr Uwe Günnemann stellte in Aussicht, dass die AWG auf seinem Grundstück eine Grünannahmestelle einrichtet.

mks

Rubriklistenbild: © Mediengruppe Kreiszeitung / Marvin Köhnken

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