Über 2. 000 Euro gehen nach Indien

Sternsinger sammeln für Kids

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Die Sternsinger 2018 der katholischen Kirchengemeinde Mariä Heimsuchung in Sulingen. Vorne Anna Meyer, Sidney Holzschneider, Iris Lohmeier, in der zweiten Reihe steht Till Wollenweber, die dritte Reihe bilden Jan Wollenweber, Madeleine Anzalone, Levke Wacker und Julia Lohmeier; in der vierten Reihe stehen Jonas Wübbold, Michelle Dittmeier, Lena Neumann und Marc Sünkenberg; die fünfte Reihe bilden Damian Dittmeier, Charlize Leymann, Mathias Hogrefe, Michel Rehenbrock und Lisa Neumann.

Sulingen - 17 Kinder im Alter von vier bis zwölf Jahren waren einen ganzen Tag als „Heilige Drei Könige“ im Sulinger Land unterwegs: Von Freistatt bis Siedenburg, von Affinghausen bis Kirchdorf brachten sie den Familien und den Menschen in den Altenheimen „Haus am Park“ und „Haus am Suletal“ den Segen der Weihnacht und das Friedenslicht von Bethlehem.

Das Licht für diese Friedenslichtaktion in Deutschland wurde vor dem 3. Advent in der Geburtsgrotte zu Bethlehem entzündet und von einem österreichischen Kind abgeholt. Mit dem Flugzeug kam es nach Wien, wo es von Pfadfinderinnen aus ganz Europa übernommen wurde. Anschließend wurde es überall in Deutschland verteilt. In Hannover wurde es aus dem ICE heraus in Empfang genommen und zur Aussendefeier gebracht. Jugendliche aus dem Dekanat Twistringen haben das Friedenslicht von Hannover nach Kirchweyhe gebracht. Und die Kommunionkinder aus Sulingen haben es aus Kirchweyhe geholt. Seitdem brennt es an der Krippe in der katholischen Kirche am Schwafördener Weg. Diese Flamme hatten die hiesigen Sternsinger auf ihrer Tour dabei, als Zeichen des Friedens, der die ganze Welt erfassen möge.

Größtes Hilfswerk von Kindern für Kinder

Jeweils zu viert – als Casper, Melchior, Baltasar und mit einem Sternträger – machten sie sich auf den Weg. Jede Gruppe wurde von einem Betreuer begleitet und gefahren. „Ohne diese fleißigen Helfer vor und während der Durchführung wäre so eine Aktion zum Scheitern verurteilt. Den helfenden Eltern gilt unser größter Dank“, heißt es seitens der Kirchengemeinde.

Die Sternsinger bringen traditionell nicht nur den Segen von der Krippe und wünschen Frieden, sie sammeln auch seit 1957 Geld für Kinder in Not. Damit sei die Sternsingeraktion weltweit das größte Hilfswerk von Kindern für Kinder. In diesem Jahr werden mit dem Erlös Projekte gegen die Ausbeutung von Kindern in Indien und weltweit unterstützt. Kindern solle eine Schulbildung ermöglicht werden und Eltern sollen faire Löhne für ihre Arbeit bekommen, um so die Existenz ihrer Familien zu sichern, ohne dass ihre Kinder mitarbeiten müssen.

Erlös von 2 .342,25 Euro

Die Sternsinger haben zur Vorbereitung einen Film über die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Kindern in Indien gesehen, die von morgens um 5 Uhr bis abends 20 Uhr im Steinbruch oder am Webstuhl oder beim Herstellen von Glasarmbändern schuften müssen. Das habe alle sehr bewegt und deshalb seien sie voller Überzeugung von Haus zu Haus gegangen, heißt es seitens der Kirchengemeinde. Da machte es nichts, dass nach Gesang und Gebet in einem Schnellrestaurant keiner der Gäste etwas spendete. Dafür hätten aber unverhofft die Teilnehmer einer Kohltour-Gruppe ihre Geldbörsen geöffnet und zur großen Freude der Kinder ihr ganzes Kleingeld gespendet. Derzeit kommen die Sulinger Sternsinger auf einen Erlös von 2 .342,25 Euro.

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