Stimmen nach der Wahl / „Bürger erreichen“ und „Die Partei“ neu in der Gemeindevertretung

CDU stellt stärkste Gruppe im Rat der Stadt

Angehörige des Wahlvorstandes im Wahlbezirk 111 – Kindergarten „Zauberland“ Holunderweg in Sulingen: Werner Focke, Mahammad Dhylat, Holger Knerich und Andrea Bretthorst (von links). - Foto: Schlotmann

Sulingen - Gegen 23 Uhr am Sonntagabend stand das vorläufige Endergebnis der Wahl des neuen Rates der Stadt Sulingen fest: Rechnerische Gewinner sind am Ende die Gruppe „Bürger erreichen“ um Walter Legler, der zur Wahl 2011 auf Wahlvorschlag der SPD angetreten war und während der Wahlperiode die SPD-Fraktion verlassen hatte, sowie Thomas Baier von „Die PARTEI“. „Bürger erreichen“ (4,05 Prozent) und „Die PARTEI“ (1,71 Prozent) ziehen jeweils mit einem Mandat in den Rat der Stadt Sulingen ein. Einzelbewerber Markus Liebs konnte 1,55 Prozent aller abgegebenen Stimmen auf sich vereinen – und wird nicht im zukünftigen Stadtrat vertreten sein.

Stärkste Gruppierung des zukünftigen Gemeindeparlamentes ist die CDU mit neun Sitzen, der 35,62 Prozent aller Wählerinnen und Wähler das Vertrauen schenkten (Vergleich zur Kommunalwahl 2011 minus 0,36 Punkte), dicht gefolgt von der SPD mit 31,33 Prozent (minus 4,7 Prozentpunkte) und acht Sitzen. Mit im Rat vertreten sind weiter die Freien Wähler mit vier Sitzen (15,42 Prozent, minus 1,10 Prozentpunkte), die Grünen mit zwei Sitzen (6,06 Prozent, minus 0,74 Prozentpunkte) sowie die FDP (4,23 Prozent, minus 0,42 Prozentpunkte).

Mario Pschunder, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes Sulingen: „Ein ganz dickes Danke an alle unsere Wähler. Mit Blick auf den Bundestrend war unsere Ausgangslage nicht ganz einfach. Jetzt haben wir fünf Jahre lang Zeit, uns zu beweisen.“ Pschunder zur Zusammensetzung der zukünftigen CDU-Stadtratsfraktion: „Klar bin ich froh, dass ich es selbst geschafft habe; bedaure aber, dass der Kelch an dem ein oder anderen unserer aus meiner Sicht vielversprechenden Kandidaten vorbeigegangen ist.“

Wieder mit im neuen Sulinger Rat vertreten sein wird auch Margret Herzog, Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Sulinger Land. Herzog mit Blick auf das Gesamtergebnis der Sozialdemokraten: „Natürlich können wir damit nicht zufrieden sein. Möglich, dass uns unsere Haltung zur Weiterentwicklung der Klinik Sulingen der Alexianer die ein oder andere Stimme gekostet hat. Positiv ist, dass wir viele neue und überwiegend junge Kandidaten im Rat platziert haben.“ Herzog selbst und der aktuelle Vorsitzende des Rates, Joachim Oltmann, hatten bei der Aufstellung des Wahlvorschlages zugunsten jüngerer Kandidaten auf vordere Listenplätze verzichtet. Joachim Oltmann wird nicht im neuen Rat vertreten sein. „Was ich bedaure“, so Herzog.

Genauso hat Andreas Bodtke, Vorsitzender des FDP-Stadtverbandes Sulingen, den Einzug in den Rat verpasst: „Das hatte ich mir anders vorgestellt“, so Bodtke. „Ansonsten können wir, trotz leichter Verluste, mit dem Ergebnis zufrieden sein; haben aber auch noch Entwicklungspotential. Dörte Knake wird uns im neuen Rat vertreten. Darüber freue ich mich.“

Hermann Schröder von den Grünen: „Wichtig war für uns, das wir Fraktionsstärke halten, das ist uns gelungen. Ich räume gerne ein, dass mich der bundesweite Trend nervös gemacht hat; sicherlich haben auch Markus Liebs und Thomas Baier in unserem Klientel gefischt.“

Carsten Ranck für die Freien Wähler: „Wir sind zufrieden damit, dass wir alle vier Plätze halten konnten; hätten uns sicherlich aber auch noch den ein oder anderen Vertreter mehr im Rat gewünscht.“

Nachdem am Sonntagabend zwölf von 14 Wahlbezirken ausgezählt waren, sah es noch so aus, als ob auch Markus Liebs in den Stadtrat einziehen würde. Am Ende scheiterte der Einzelbewerber dann doch an der Wählergunst. „Dann ist das eben so“, sagte Liebs am Montagmittag. „Meinem Engagement im außerparlamentarischen Bereich wird das keinen Abbruch tun.“

Thomas Baier und Walter Legler waren am Montag nicht für Stellungnahmen zu erreichen. - oti

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