STEG setzt auf Fernwärme

Versorgung der zukünftigen Grundschule durch BHKW im SUN-Park

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Stellen das Fernwärmekonzept vor: Matthias Wendland, Michael Hanke und Jens Nuttelmann (von links). Im Hintergrund: Das Blockheizkraftwerk im SUN-Park.

Sulingen - Michael Hanke, Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft, und Aufsichtsratsvorsitzender Matthias Wendland sprechen von einem zukunftsweisenden Projekt.

Die STEG übernimmt ab Herbst dieses Jahres die Wärmeversorgung des Sulinger Freizeitbades, der städtischen Kindertagesstätte „Ratz und Rübe“ sowie auch zukünftig die der neuen Grundschule an der Straße Am Deepenpool. Wärmelieferant ist ein Blockheizkraftwerk auf dem Gelände des SUN-Parks. Die Fernwärmeleitung wird aktuell durch Mitarbeiter des Büros INEG aus Bad Iburg konzipiert.

„Die Idee einer zentralen Wärmeversorgung für städtische Immobilien und Liegenschaften haben wir schon länger mit uns herumgetragen“, erklärt Hanke, der nicht nur im Aufsichtsrat der Gesellschaft, sondern auch im Rat der Stadt Sulingen schnell Mitstreiter fand. Matthias Wendland nickt: „Größere Diskussionen gab es nicht.“

Den Ursprungsgedanken, im Bereich Promenadenweg ein zusätzliches Blockheizkraftwerk zu etablieren, hätten Geschäftsführung und Aufsichtsrat der 100-prozentigen Tochter der Stadt Sulingen nach der seit dem Jahr 2014 im Erneuerbare-Energien-Gesetz verankerten Flexibilisierung von Biogasanlagen verworfen. 

Klartext: War bei Inbetriebnahme des aktuellen Blockheizkraftwerkes im nördlichen Teil des SUN-Parks im Jahr 2009 exakt festgelegt, wie viel Strom und wie viel Wärme aus dem von der Biogas GbR Nuttelmann gelieferten Brennstoff produziert wird, sieht die Flexibilisierung eine Förderung der Optimierung des Zusammenspiels vor. 

„Ziel ist, mit weniger Betriebsstunden Wärme und Strom zu Spitzenzeiten besser auszulasten“, sagen Michael Hanke und Jens Nuttelmann unisono. Nuttelmann ist Geschäftsführer des Biogas-Lieferanten und damit Vertragspartner der STEG im Projekt Fernwärmeversorgung.

Neues Blockheizkraftwerk im Gespräch

Einher mit der Umsetzung der Gedankenspiele Hankes, Wendlands und Nuttelmanns geht die Installation eines neuen Blockheizkraftwerkes im SUN-Park. „Der Motor des bisherigen ist in die Jahre gekommen“, weiß Michael Hanke. Jens Nuttelmann spricht von 75.000 Arbeitsstunden, die die Anlage bis dato geleistet habe. Mit Blick auf die durch das EEG geförderte Flexibilisierung habe man sich auf eine Ausweitung der Leistung von bis dato 250 Kilowatt auf dann 550 Kilowatt entschieden. 

„Was nicht bedeutet, dass wir mehr Gas abnehmen“, so Hanke. Bisher waren von der Anlage die Immobilien auf dem Gelände des SUN-Parks und ein nahegelegenes Vier-Familien-Wohnhaus mit Wärme versorgt, der Strom in das Netz der Westnetz eingespeist worden. Der STEG-Geschäftsführer mit Blick auf die Flexibilisierung: „Wir hätten ohnehin investieren müssen. Durch die Förderung wird vieles einfacher.“

Hohe Investitionen geplant

Hanke und Wendland sprechen von Investitionen in das neue BHKW in Höhe von 600.000 Euro, in die Fernwärmeleitung in Höhe von 600.000 bis 700.000 Euro. „Abzüglich der Zuschüsse haben wir vielleicht 750.000 Euro zu tragen.“

Die knapp zwei Kilometer Trasse der Fernwärmeleitung führt vom BHKW-Standort am nördlichen Rand des SUN-Parks über die Straße „Am Stellwerk“ zum Kreisel, weiter parallel zur Parkstraße bis zum Tunnel im Zuge der Linderner Straße und von dort aus über die Hindenburgstraße in den unbebauten Bereich rund um den Promenadenweg.

„Alles unterirdisch“, verspricht Matthias Wendland. „Also kein Berlin-Style.“ Hanke: „Wir hoffen, dass wir im August in der Lage sind, das neue BHKW anzustellen und Wärme in Richtung der Sporthalle an der zukünftigen Grundschule zu schicken.“

oti

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