Projekt gemeinsam vorantreiben

„Startschuss reloaded“ für neue Orgel in Sulingen

Vier Menschen stehen in einer Kirche mit der Orgel im Hintergrund.
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Gemeinsam werben der Orgelbauverein und die Kirchengemeinde für das Projekt Orgelneubau. Das bekräftigen (von links) Volker Scheland und Christian Jost für den Vereinsvorstand sowie Vera Riekmann und Juliane Worbs für den Kirchenvorstand.

Sulingen – Die Sankt-Nicolai-Kirche in Sulingen soll eine neue Orgel erhalten – dafür hatte sich der Orgelbauverein Sulingen 2019 gegründet. Alle Aktivitäten, mit denen Spenden für den Neubau eingeworben werden sollten, mussten jedoch wegen der Pandemie eingestellt werden. Jetzt gibt es Bewegung: Gemeinsam wollen Kirchenvorstand und Förderverein das Projekt nun vorantreiben.

Es habe mehrere Gespräche gegeben, sowohl im Kirchenvorstand intern als auch mit dem Vorstand des Fördervereins, berichtet Pastorin Juliane Worbs als Vorsitzende des Kirchenvorstands der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Sulingen. Dabei sei bestätigt worden, dass am Beschluss für eine neue Orgel festgehalten wird. „Wir sind sehr dankbar, dass es den Verein gibt und er uns tatkräftig unterstützt“, betont die Pastorin. „Jetzt wollen wir richtig loslegen.“ Gemeinsam wolle man in zwei Jahren mehr als 250 000 Euro für den Neubau sammeln.

Diese zwei Jahren sollen beginnen, sobald die Pandemie im Herbst – hoffentlich – für beendet erklärt wird, sagt Christian Jost, Vorsitzender des Orgelbauvereins. In den vergangenen anderthalb Jahren habe man nicht aktiv sein können: Die für März 2020 geplante Informationsveranstaltung musste abgesagt werden, die Jahreshauptversammlung habe nur „schriftlich“ abgehalten werden können. Trotzdem habe der Verein neue Mitglieder gewonnen. Nun sei geplant, die Veranstaltung im kommenden Oktober nachzuholen: „Das wird ein ,Startschuss reloaded‘, und wir sind guter Dinge, dass wir das Geld zusammenbekommen.“

Der denkmalgeschützte Orgelprospekt kann in der neuen Orgel nicht weiter verwendet werden, er wird eingelagert.

Das grundsätzliche Konzept bleibt unverändert: Gebaut werden soll eine dreimanualige Orgel in französischer Bauweise und 46 Registern mit insgesamt etwa 2 500 Pfeifen. Damit wäre das neue Instrument deutlich vielfältiger einsetzbar als die alte, abgängige Orgel, die nur zwei Manuale sowie 22 Register mit 1 430 Pfeifen aufweist.

Für die Verwirklichung gebe es inzwischen eine neue Idee, verrät Juliane Worbs: Bei anderen Orgeln habe es bereits die Option gegeben, sie in Etappen aufzubauen. Gerade sei man in Gesprächen mit dem Orgelbauer aus der Nähe von Hannover, um zu prüfen, ob das auch hier möglich wäre. „Dann hätten wir schon eher eine kleinere Orgel, die auch zuverlässig spielbar ist.“

„Pfeifenpatenschaften“ zur Finanzierung

Zur Finanzierung hat der Förderverein bereits einige Konzepte entwickelt. Eins der ersten seien „Pfeifenpatenschaften“, so Christian Jost, und dafür werde voraussichtlich ab Herbst die Internetseite des Vereins um einen Onlineshop erweitert. Dann könnten Unterstützer Patenschaften übernehmen für einzelne oder mehrere Pfeifen – oder gar ganze Register. „Wir hoffen auf etwa 1 000 Patenschaften für die erste Ausbaustufe.“ Der Verein habe aber noch „jede Menge Ideen“, um die Politik und die Wirtschaft anzusprechen.

Wichtig sei aber auch, die Informationen anderer Fördervereine anzuzapfen und für Sulingen zu nutzen, fügt Volker Scheland, Kassenwart des Orgelbauvereins hinzu. „Das Rad muss langsam anlaufen: Die ersten 100 000 Euro sind die schwersten.“ Vor allem müsse in der Bevölkerung eine breite Basis gefunden werden: „Das muss unsere Orgel werden, nicht nur die der Kirche.“

Ziel: Neue Orgel an Heiligabend 2027 hören

„Wir freuen uns, wenn wir noch Leute finden, die sich einbringen wollen“, betont Juliane Worbs. Gesucht werde insbesondere jemand, der die Projektleitung übernehmen und die Aktivitäten koordinieren will.

Ein Zeitpunkt, zu dem die neue Orgel erstmals erklingt, ist noch nicht einschätzbar. Von der Auftragserteilung bis zum Aufbau müssten auch noch etwa zwei Jahre gerechnet werden, zumal dafür auch in der Kirche einiges verändert werden müsse, erläutert Volker Scheland. So soll der Spieltisch nach unten verlegt werden, damit sich der Klang der Orgelpfeifen besser verteilt. Zuvor solle auch die Sanierung des Glockenstuhls abgeschlossen werden, ergänzt Vera Riekmann, stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes. Ganz nebulös will Christian Jost aber nicht bleiben. „Mein persönliches Ziel ist: Heiligabend 2027 hören wir die neue Orgel.“

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