Stadtverwaltung Sulingen: Fachdienstleisterin Blohm (fast) 100 Tage im Amt

„Wollte wieder entwickeln“

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Diese Woche sind die 100 (ersten) Tage voll: Zum 1. April hatte Wiebke Blohm die Leitung des Fachbereiches Planung und Bauordnung der Sulinger Stadtverwaltung übernommen.

Sulingen - Diese Woche sind die 100 (ersten) Tage voll: Zum 1. April hatte Wiebke Blohm die Leitung des Fachbereiches Planung und Bauordnung der Sulinger Stadtverwaltung übernommen. „Nein, Tage zähle ich nicht“, sagt die Fachbereichsleiterin, die vorher in der Bauaufsicht der Stadtverwaltung in der Nachbarstadt Nienburg tätig war. „Priorität haben für mich und das Team derzeit andere Dinge.“ Was genau? Blohm muss nicht lange überlegen: „Bauleitplanung und damit Stadtentwicklung, die Beteiligung an der Leitbildwerkstatt, Wirtschaftsförderung...“

Nein, ihre Entscheidung, aus dem Landkreis Nienburg in den Landkreis Diepholz zu wechseln, habe sie bis dato nicht bereut. „Ich bin in Sulingen toll aufgenommen worden; von meinem Team, durch den Bürgermeister, aber auch die Mandatsträger, mit denen ich schon tolle Gespräche geführt habe.“ Kurzum: Sie fühle sich „pudelwohl“. Es gebe nichts, was nicht gefällt. Wiebke Blohm lacht: „Das hängt vielleicht mit meiner Mentalität zusammen. Schwierige Situationen gehe ich lösungsorientiert an. Ich sehe in ihnen eher Herausforderungen, die es zu wuppen gilt. Alles andere geht gar nicht, damit blockiert man sich nur selbst.“

Die Motivation der 43-Jährigen, sich um die Fachdienstleitung in der Sulinger Stadtverwaltung zu bewerben: „Ich war jetzt achteinhalb Jahre in der Bauaufsicht tätig. Irgendwann will man auch wieder gestalten und entwickeln. Im Alter von 50 Jahren muss man nicht mehr anfangen, über berufliche Veränderungen nachzudenken.“

Das Arbeiten im Detail unter dem Einfluss städtebaulicher Zusammenhänge bezeichnet die Fachdienstleiterin als spannend. „Es gibt eine Menge Verfahren, die vor geraumer Zeit in Gang gesetzt wurden und die jetzt sachgerecht und rechtssicher abgeschlossen werden wollen.“

Allen voran wohl die Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes, an der die Stadt Sulingen bereits seit dem Jahr 2008 laboriert und die ursprünglich die Jahreszahl 2010 im Arbeitstitel trug. Wiebke Blohm: „Ich gehe fest davon aus, dass es 2015 was wird. Es muss was werden.“ Der Abschluss des Aufstellungsverfahrens genieße für Blohm und Team derzeit oberste Priorität. „Kein Bebauungsplan ohne Flächennutzungsplan – und damit auch keine Stadtentwicklung.“

Dass die Bürger eine zeitgemäße Stadtentwicklung fordern, hätten sie erst wieder während der Leitbildwerkstatt im Zuge des Bürgerbeteiligungsprozesses 2.029 formuliert. Für die Stadtplanerin logische Konsequenz der sich kontinuierlich ändernden Rahmenbedingungen: „Der Individualverkehr hat in den letzten Jahren nicht unerheblich zugenommen, die Leerstände in der Sulinger Innenstadt auch.“ Um eine Optimierung der innerstädtischen Verkehrsströme bemüht sich derzeit eine Arbeitsgruppe Verkehr. In puncto Entwicklung setzt Blohm auf den neuen Wirtschaftsförderer, der zum 1. August im Rathaus seinen Dienst antritt und fordert Strukturmaßnahmen: „Wir befinden uns im demographischen Wandel – müssen schon heute die Weichen stellen, um den Anforderungen des Bürgers 2029 gerecht zu werden.“

Hehre Ziele, die die Fachdienstleiterin sich und ihrem Team steckt. Sie scheint nicht bange, sich mit Nachdruck für deren Umsetzung einzusetzen. Sie wirkt fokussiert. „Nein, Tage zähle ich nicht“, sagt die Fachbereichsleiterin. „Priorität haben für mich und das Team derzeit andere Dinge.“

oti

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