Spannung kommt nur beim Kuppeln auf

Stadtfeuerwehrtag in Sulingen: Neue Wettbewerbsmodule kommen nicht gut an

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Modul Löschangriff: Stadtfeuerwehrtage der Sulinger Einsatzkräfte in Groß Lessen.

Stadtfeuerwehrtag der Einsatzkräfte in Groß Lessen: Es wäre noch Platz gewesen für ein paar Zuschauer, denn die Gastgeber in Groß Lessen hatten das Areal am Feuerwehrhaus passgenau vorbereitet. 45 Helfer sind im Einsatz, es wird gegrillt. Den Auftakt machen die Alterskameraden, die am Freitag bereits zum Grillabend zusammenkommen. Am Samstag absolvieren die Jugendlichen und die aktiven Kameraden die vorgegebenen Module.

Sulingen - Die Ergebnisse der Stadtwettbewerbe: 1. Klein Lessen 2 (99,67 Prozent), 2. Rathlosen (99,60 Prozent), 3. Groß Lessen (98,32 Prozent), 4. Klein Lessen 1 (98,17 Prozent), 5. Nordsulingen (97,75 Prozent), 6. Lindern (96,13 Prozent) und 7. Sulingen (96,11 Prozent).

Feuerwehrwettbewerbe dienen einem Zweck: In geselligem Rahmen messen sich die Gruppen in Prüfungen, die an feuerwehrtechnischen Vorgaben orientiert sind. Die Einsätze sind in der Regel fordernd und nötigen allen Beteiligten alle Konzentration auf das Gelernte ab. Da dürfen auch die Wettbewerbe eine Herausforderung sein, gerne aber mit Spaßfaktor und Zeit für geselliges Beisammensein, zum Austausch. Was aber, wenn diese Prüfungen so konzipiert sind, dass keiner Lust hat, sie zu absolvieren? Dann kann es passieren, dass Feuerwehrmitglieder aus den Wettbewerbsgruppen austreten, andere nur noch sporadisch mitmachen wollen. Und zuschauen wollen scheinbar auch nicht viele.

Einweisen bei der Fahrprüfung. 

Nicht nur die Wettbewerbsgruppen aus dem Sulinger Stadtgebiet sind unzufrieden – reihum sind die Wettbewerbsgruppen im Sulinger Land nicht glücklich über diese seit dem vergangenen Jahr geltenden neuen Vorgaben für die Wettbewerbe. Die Module sehen nicht wirklich spannend aus, obwohl auch Zeit und Genauigkeit zählen. Den Schieris fallen natürlich die Fehler im Prozedere beim Modul „Löschangriff“ sofort auf, dem unkundigen Zuschauer ist jedoch ziemlich egal, in welche Richtung der Schlauch geworfen wird (ob vom Auto weg oder zu ihm hin) – Hauptsache, er wird fix angeschlossen.

Warum die beiden Schieris bei der Fahrprüfung jedes Auto vermessen, obwohl das der TÜV schon getan hat? Jede Gruppe rückt mit einem anderen Einsatzfahrzeug an, jedes hat einen anderen Radstand, für jedes muss also die Fahrprüfung (Modul: Sicherer Umgang mit dem Fahrzeug) angepasst werden – inklusive Pylonen versetzen.

Das siegreiche Team Klein Lessen 3 mit Ortsbrandmeister Willi Mohrlüder, Stadtbrandmeister Heinfried Melloh, Bürgermeister Dirk Rauschkolb und stellvertretendem Stadtbrandmeister Jens Warner.

Das spannendste Modul (Herstellen einer Saugleitung), weil kurzweilig, ist das Kuppeln. Das bleibt für den Schluss, wenn alle Teilnehmer am Platz versammelt sind. Aber dann sind auch schon fast drei Stunden vergangen, eine lange Zeit für Akteure und Zuschauer gleichermaßen. Die Siegerehrung übernahmen Stadtbrandmeister Heinfried Melloh und Bürgermeister Dirk Rauschkolb.

Das Schiedsrichterteam stellte die Samtgemeinde Kirchdorf mit Maik Nöhre, Sandro Frede, Jens Kellermann, Matthias Fangmann, Gunnar Sievers, Cord Sünkenberg und Stefan Heuer.

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