Andreas Nordloh wechselt von Finanzen zu „Bauen, Planung und Ordnung“

Stadt Sulingen sucht Kämmerer

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Auf einen neuen Kämmerer hofft Bürgermeister Dirk Rauschkolb (links) – denn Andreas Nordloh wird die Fachbereichsleitung wechseln.

Sulingen – Die Stadt Sulingen sucht einen neuen Kämmerer. Die Ausschreibung der Stelle des Fachbereichsleiters „Finanzen“ sei allerdings kein Grund zur Sorge, versichert Bürgermeister Dirk Rauschkolb am Freitag lächelnd, „Andreas Nordloh erfreut sich bester Gesundheit.“ Der sitzt neben ihm und nickt bestätigend. Nordloh wird zum 1. Januar 2020 Leiter des Fachbereiches „Bauen, Ordnung und Verkehr“.

So heißt er zumindest aktuell, „wir sind beide der Meinung, dass der Name geändert werden sollte, um darin die drei Teams erkennbarer zu machen, der Fachbereich wird wohl ,Bauen, Planung und Ordnung‘ heißen“, kündigt Rauschkolb an. Die Teamleiter sind Nicole Kossinna (Ordnungsrecht), Wiebke Blohm (Planung) und Christoph Nitsche (Bautechnik). Warum der Wechsel? „Der Kämmerer macht hervorragende Arbeit. Und genau das ist der Grund, warum wir meinen, dass er sich als Leiter des anderen Fachbereiches eignet. Wir haben schon über Jahre Probleme, diese Stelle zu besetzen“, erinnert der Bürgermeister. 

Mit Wiebke Blohm schien zwischenzeitlich eine Topbesetzung gelungen, sie selbst wechselte aber aus Gründen der Work-Life-Balance, so Rauschkolb, zwischenzeitlich den Arbeitgeber. „Wir konnten sie davon überzeugen, wiederzukommen, sie ist ja jetzt Teamleiterin und macht einen super Job.“ Die Stadt beauftragte sogar einen Headhunter, um einen qualifizierten Nachfolger zu finden. Vergeblich. 

„Wir haben dann die Teams so strukturiert, dass auf deren Ebene alles läuft – aber wir können sie nicht dauerhaft alleine lassen.“ Ein Architekt, Städteplaner oder Ingenieur lasse sich wohl nicht bewegen, nach Sulingen zu kommen, lautete die Erkenntnis. „Wo muss der Schwerpunkt liegen? Braucht man eine Koryphäe als Stadtplaner, oder ist vielleicht auch einfach mal das handwerkliche Arbeiten eines Beamten im gehobenen Dienst gefragt, der rechtsanwenderisch bewandert ist und sich, in dem Fall, definitiv gut mit Zahlen auskennt?“ Vieles im Baubereich habe mit Finanzen zu tun, mit Abläufen, Planung, mit Führen.

Andreas Nordloh hatte bereits vor längerer Zeit angeboten, „einzuspringen“. „Dadurch, dass Frau Blohm den Planungsbereich abdeckt und wir Herrn Nitsche im Baubereich eingestellt haben, sind die ,Techniker‘ vorhanden, die vor Frau Blohm gar nicht da waren. Da wäre es mit einem Verwaltungsmenschen gar nicht so einfach gewesen.“ Der 46-Jährige arbeitet bereits seit 27 Jahren in der Sulinger Stadtverwaltung, „drei Jahre Ausbildung – seitdem durchgängig im Bereich Finanzen.“ 

Er gesteht freimütig, dass er im „Baulichen“ wenig Hintergrundwissen habe, „ich muss mich da wirklich reinarbeiten. Aber wir haben gute Leute, auf die ich mich verlassen kann.“ Er sehe seinen ersten Schwerpunkt in der Struktur, „die Zusammenarbeit im Team, nach außen hin, aber auch innerhalb des Hauses.“ Der Fachbereich Finanzen sei gut aufgestellt, „ich kann ihn ruhigen Gewissens verlassen. Der Wechsel ist eine Herausforderung, vor der ich Respekt habe, die mich aber auch reizt.“

Welche Anforderungen muss der neue Kämmerer erfüllen? „Erfahrung und Fachkenntnisse im Bereich der Finanzen. Angesichts der großen Investitionen der Stadt müssen wir in den nächsten Jahren aufpassen, dass wir unsere Finanzsituation nicht zu riskant gestalten“, stellt Dirk Rauschkolb fest. „Wir brauchen jemanden, der weiß, an welchen Stellschrauben man drehen kann, um das positiv zu gestalten. Und der vielleicht an der einen oder anderen Stelle sieht: ,Das geht jetzt nicht‘ und plausibel darstellen kann, warum nicht.“

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