Stadt sieht sich in der Vermittlerrolle

„Kulturkontakte – Wirtschaft und Kultur im Dialog“: Kamingespräch, Werkstatt und Preisverleihung mit Althusmann

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Ariane Hanselmann und Dirk Rauschkolb stellen das Vorhaben „Kulturkontakte – Wirtschaft und Kultur im Dialog“ vor. Im November erwarten sie mit Bernd Althusmann den niedersächsischen Wirtschafts-, Arbeits- und Verkehrsminister im Mittelzentrum. 

Sulingen - Dialog zwischen Kultur und Wirtschaft – in der Region nicht unbedingt Tagesgeschäft; augenscheinlich. Bürgermeister Dirk Rauschkolb und Ariane Hanselmann, Geschäftsführerin des Kulturvereins, aber auch Mitarbeiterin der Stadtverwaltung, sehen Entwicklungspotenzial – und die Chance der Rekrutierung von Mehrwerten für die Gesellschaft.

Hilfestellungen in der Entwicklungsarbeit stellen die Industrie- und Handelskammern Lüneburg-Wolfsburg und Stade für den Elbe-Weser-Raum sowie die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade mit Unterstützung des Landes Niedersachsen in Aussicht. Nach Lüneburg im Jahr 2016 und Goslar im Jahr 2017 ist das Mittelzentrum in diesem Jahr Veranstaltungsort der Reihe „Kulturkontakte – Wirtschaft und Kultur im Dialog“.

Laut Ariane Hanselmann seien aktuell drei Veranstaltungen in Sulingen in Vorbereitung. Neben einem Kamingespräch für Unternehmer als Auftakt der Veranstaltungsreihe am Dienstag, 8. Mai, Werkstattgespräche für Kulturschaffende am Dienstag, 18. September, sowie die Verleihung des Kultur-Kontakte-Preises 2018 am Dienstag, 27. November. Zur Preisverleihung im November erwarten Dirk Rauschkolb und Ariane Hanselmann mit Bernd Althusmann den niedersächsischen Wirtschafts-, Arbeits- und Verkehrsminister im Mittelzentrum.

Die Ausschreibung des Wettbewerbs für vorbildliche Kulturförderung erfolge im späten Frühjahr; in den Kategorien für große und kleine Unternehmen sowie Stiftungen. Maßgeblich für den Jury-Entscheid seien laut Rauschkolb weder Unternehmensgröße noch der unmittelbare finanzielle Einsatz für Kooperationen zwischen Wirtschaft und Kulturschaffenden. „Vielmehr geht es um Kreativität und Nachhaltigkeit“, sagt auch Ariane Hanselmann.

Nach Angaben der Initiative „Kulturkontakte – Wirtschaft und Kultur im Dialog“, organisatorisch getragen vom Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg, seien Unternehmen aus ganz Niedersachsen eingeladen, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen. „Häufig kommen die Vorschläge auch aus Politik, Verwaltung oder von interessierten Bürgern, die das regionale Engagement eines Unternehmens würdigen wollen.“

Die Gestaltung des Kulturpreises selbst obliege dem jeweiligen örtlichen Ausrichter der Preisverleihung. Die Stadt Sulingen bindet den Verein „Kunst in der Provinz“ in die Gestaltung mit ein. „Angedacht ist ein Wettbewerb“, erklärt Hanselmann.

Sie sieht nicht nur in der Preisverleihung, sondern insbesondere im Kamin- und im Werkstattgespräch Chancen, Kulturschaffende und Wirtschaftsvertreter der Region nachhaltig zusammenzubringen.

Während des Kamingespräches stellen Preisträger der Vorjahre ihr Engagement vor. Das Werkstattgespräch richte sich an Künstler und Vertreter von Kultureinrichtungen. „Ihnen bieten wir in Workshops und Vorträgen professionelles Know-how im Bereich Marketing, PR und natürlich Fundraising an“, heißt es in der Projektbeschreibung.

Dirk Rauschkolb: „Wir fühlen uns geehrt, dass wir die Veranstaltungen ausrichten dürfen.“ Mit Städten wie Goslar, Lüneburg und auch Buxtehude befände sich das Mittelzentrum in guter Gesellschaft. Zustande gekommen war der Kontakt zwischen Stadt und den Machern der „Kulturkontakte“ schon im Jahr 2016 über den Klein Lessener Eckhard Sudmeyer. Sudmeyer ist Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade.

Rauschkolb: „Wir mussten nicht lange überlegen – und haben schnell gesagt: Wir sind dabei. Das hat auch was mit Imagewerbung für die Stadt zu tun.“ 5 000 Euro stehen im Haushalt 2018 für das Vorhaben zur Verfügung. Laut Ariane Hanselmann sinnvoll investiertes Geld: „Kulturangebote gehören zu den weichen Wirtschaftsfaktoren. Und ihre Strahlkraft ist nicht zu unterschätzen.“

 oti

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