78 Ehrenamtliche benötigt

Sulingen hofft auf mehr freiwillige Wahlhelfer

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Im „Briefwahl-Zimmer“ des Rathauses: Bürgermeister Dirk Rauschkolb und Anneke Nitsche.

Sulingen - Die Bürger gilt es im Herbst für zwei Wahlen zu mobilisieren, auf die Bundestagswahl am 24. September folgt bekanntlich bereits am 15. Oktober die vorgezogene Landtagswahl in Niedersachsen.

Mobilisiert werden müssen allerdings auch ehrenamtliche Wahlhelfer: „Wir benötigen 78 für die zwölf Wahllokale in Sulingen und den Ortsteilen – für die Bundestagswahl fehlen uns noch ein paar Rückmeldungen, im Großen und Ganzen sieht es da ganz gut aus. Die Frage ist, wie viele wir drei Wochen später noch aktivieren können“, nennt Anneke Nitsche ein mögliches Problem.

Wer verpflichtet wird, kann nur aus wichtigen Gründen absagen

Sie und Dörthe Meyer Simoes sind in der Stadtverwaltung mit der Wahlorganisation betraut. Sie können auf einen Pool an Kräften zurückgreifen, die teils seit vielen Jahren die Stadt an Wahlsonntagen unterstützen. Was auch bedeutet, dass manche schon ein höheres Alter erreicht haben – ein weiterer Grund, warum man sich seitens der Stadt mehr Bürger wünscht, die bereit sind, sich als Wahlhelfer zu engagieren. Ein besonderes Ehrenamt: „Wenn man es annimmt, kann es nur wichtige, etwa berufliche Gründe geben, am Wahltag nicht zur Verfügung zu stehen“, unterstreicht Bürgermeister Dirk Rauschkolb. 

Tatsächlich ist jeder Wahlberechtigte verpflichtet, die Aufgaben eines Wahlhelfers zu übernehmen, wenn er dazu aufgefordert wird. Diese „Keule“ will der Bürgermeister ausdrücklich nicht schwingen. „Wir setzten grundsätzlich auf Freiwilligkeit, auf motivierte Mitbürger. Dadurch wird diese wichtige Arbeit in einer ganz anderen Qualität geleistet – und die Wahlhelfer sollen schließlich auch Spaß daran haben.“ „Und sie können an einem wesentlichen Bestandteil der Demokratie verantwortlich mitwirken“, ergänzt Anneke Nitsche.

40 Euro „Erfrischungsgeld“

Um als Wahlhelfer (oder Mitglied im Wahlvorstand, wie es eigentlich heißt) zu fungieren, muss man selbst bei der betreffenden Wahl wahlberechtigt sein. Ins kalte Wasser geworfen wird niemand, die Stadt lädt alle Wahlvorstände zu einer Schulung ein. Auf der Homepage der Stadt Sulingen gibt es ein Online-Bewerbungsformular für Interessierte mit weiteren Informationen. Die Wahllokale haben von 8 bis 18 Uhr geöffnet, die Wahlhelfer sind allerdings in zwei „Schichten“ im Einsatz – beim Auszählen der Stimmen am Abend helfen alle mit. Das sogenannte „Erfrischungsgeld“ für jeden Wahlhelfer hat der Verwaltungsausschuss unlängst auf 40 Euro leicht erhöht. „Allerdings kümmert man sich in den Wahllokalen sehr gut um die Versorgung“, weiß der Bürgermeister, „da gibt es teils Kuchen und Kekse.“

Nachfragen in den Rathäusern in Schwaförden, Siedenburg und Kirchdorf ergeben, dass es dort ganz ähnlich aussieht: In den Samtgemeindeverwaltungen ist man froh, auf einen Stamm bewährter Wahlhelfer zurückgreifen zu können – und wäre dankbar, wenn sich weitere Freiwillige melden würden.

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