Auf den Spuren Columbos

Eschbachtaler mit Generalprobe von „De Papageien Mord“

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Generalprobe der Eschbachtaler mit Silvia Heidhoff, Marena Meier, Birgit Siemers und Hinrich Sudhop (von links). Am Sonntag starten sie mit „De Papageien Mord“ in die Saison. 

Mellinghausen - Hätte Peter Falk zu Lebzeiten ein Double gesucht – Günter Heidorn von der Theatergruppe Eschbachtal hätte der Hauptdarsteller der US-Krimiserie Columbo sicherlich in die engere Wahl genommen. Die „Eschbachtaler“ starten am Sonntag, 7. Januar, in die (Winter-)Theatersaison 2018. 

In „De Papageien Mord“, einer plattdeutschen Komödie in drei Akten von Regina Harlander, ins Plattdeutsche übersetzt von Heino Buerhoop, übernimmt Heidorn die Rolle des Kommissars Rudel – und überzeugte während der Generalprobe am Mittwochabend die Gäste im Hotel und Gesellschaftshaus Märtens.

Trenchcoat, Bleistift, Notizblock – nicht nur in Kostümierung und mit Requisiten erinnert Kommissar Rudel an den Hauptdarsteller der Krimiserie aus den 70-Ern. Geschickt und charmant schusselig, wie einst Peter Falk, wiegt Günter Heidorn seine Gesprächspartner in den Zeugenvernehmungen in Sicherheit, um sie dann am Ende jeweils mit „nur noch eine Frage“ auf das Glatteis zu führen.

Günter Heidorn.

Heidorn brannte während der Generalprobe am Mittwoch im dritten Akt ein Feuerwerk an Situationskomik ab – und tröstete damit schnell darüber hinweg, dass für das erste Bild Autorin Regina Harlander sich darauf beschränkt hatte, die Mitwirkenden sich selbst und ihre Charaktere vorstellen zu lassen.

Schauplatz des turbulenten Geschehens ist die Pension „De vergnöögte Papagei“: Im Zentrum der Handlung steht die von Silvia Heidhoff in Szene gesetzte Schauspielerin Pauline Leclerc, die dominant nicht nur Pensionsbesitzerin Luise Luster (Birgit Siemers), sondern genauso die Pensionsgäste Sunnyboy Rainer Caspari (Torsten Siemers) und den Versicherungsvertreter Manfred Hasenfoot (Michael Behring) um die Finger wickelt. 

Verwirrungen um vermeintlichen Mord

Dass Manfred Hasenfoots Ehefrau Erika, die Malerin Tessa Glücklos und nicht zuletzt Zimmermädchen Hanna sowie Manager Moritz der alternden Schauspielerin eher mit Skepsis und Zurückhaltung begegnen, setzten Vera Henke, Melissa Radeke, Christina Meyer und Hinrich Sudhop solide und unaufgeregt in Szene; immer wieder unterbrochen von französisch-keck vorgetragenen Beiträgen von Marena Meier (Pauline Leclercs Zofe Charlotta).

Die an die 30 Besucher der Generalprobe am Mittwoch erlebten in der Summe einen kurzweiligen Theaterabend und konnten ohne Mühen den Verwirrungen um den vermeintlichen Mord an Pauline Leclerc und das Verschwinden von Papagei Dorle folgen. Ein Abend, bei dem Souffleuse Christel Haake, Techniker Ronald Behrend und Spielleiter Matthis Meyer kaum bis gar nicht eingreifen mussten. - oti

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