Sprechzeiten im TAFF (Bethel im Norden): Eileen Scurfield und Gerlinde Bonfert

Beratung von Flüchtlingen und Flüchtlingspaten

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Astrid Ellmers (Koordinierung zwischen Verwaltung und Ehrenamt in der Stadt Sulingen), Bürgermeister Dirk Rauschkolb, Eileen Scurfield (Flüchtlingssozialberatung), Gerlinde Bonfert (Unterstützung der Sulinger Flüchtlingsinitiative), Claus Freye (Bereichsleitung „Bethel im Norden“), Thekla Löchel (Sulinger Flüchtlingsinitiative) und Marlies Beich (Leitung TAFF, v.l.).

Sulingen - Seit Jahresbeginn finden Flüchtlinge und ehrenamtliche Helfer professionelle Ansprechpartner im Tageszentrum TAFF (Nienburger Straße 9 c) in Sulingen: Die Sozialpädagoginnen Eileen Scurfield und Gerlinde Bonfert bieten Flüchtlingssozialberatung und Unterstützung der Sulinger Flüchtlingsinitiative an, Träger ist der Unternehmensbereich „Bethel im Norden“.

Die diakonische Einrichtung bringe Erfahrung aus unterschiedlichen Bereichen mit, sagt Claus Freye, Bereichsleiter der Eingliederungshilfe „Bethel im Norden“. Mit der Besetzung der Stellen habe man qualifizierte und motivierte Mitarbeiterinnen ins Boot geholt, die sich in ihre Aufgabe einarbeiten werden – unterstützt durch Supervision und Fortbildungsangebote. Die anderthalb Stellen seien eine „komfortable Basis“ mit Schnittstellen, beide Mitarbeiterinnen können sich in Urlaubszeiten oder Krankheitsfällen vertreten. In punkto Integration kommt dem Ehrenamt laut Freye weiterhin eine Schlüsselposition zu. „Hochachtung vor dem, was die Flüchtlingsinitiative bislang geleistet hat“, bestätigte Marlies Beich (Leiterin des TAFF).

Sulingens Bürgermeister Dirk Rauschkolb sprach von einem hohen Beratungsbedarf der Flüchtlinge und der Ehrenamtlichen. Die Kooperation mit dem Partner „Bethel im Norden“ sei eine sehr gute Lösung. „Wir freuen uns, dass wir uns getraut haben, um Hilfe zu bitten“, sagte Thekla Löchel (Flüchtlingshilfe Sulingen): „Die Aufgaben werden immer komplexer – es ist gut, wenn jemand von außen draufschaut.“ Sie verspricht sich durch die neuen Angebote Entlastung des Ehrenamts: „Die Sulinger sind aufgeschlossen und wir wollen, dass Integration gelingt. Aber wir mussten uns eingestehen, dass wir an Grenzen gekommen sind.“

Gerlinde Bonfert ist mit einer halben Stelle für die Beratung der Flüchtlingspaten zuständig. Sie wird Anlaufstelle der Ehrenamtlichen sein, die Arbeit koordinieren und unterstützen. Zudem ist eine intensive Vernetzungsarbeit mit zuständigen Behörden und anderen Einrichtungen vorgesehen. Finanziert wird die Stelle über die Stadt Sulingen.

Eileen Scurfield wird sich intensiv mit den Fragen zum Sozialrecht und zum Aufenthalt beschäftigen. In ihren Bereich fällt die Hilfestellung bei Anträgen, die Begleitung bei Behördengängen, psychosoziale Beratung oder Weitervermittlung zu Sprachkursen oder zu Ärzten (keine Asylverfahrensberatung). Das Angebot können Flüchtlinge aus Sulingen und den Samtgemeinden Schwaförden, Siedenburg und Kirchdorf – insgesamt rund 300 Asybewerber (Soll bis März 2016: 450) – in Anspruch nehmen. Finanziert wird diese volle Stelle über das Land Niedersachsen.

Eileen Scurfield (Tel. 0170/2974809) und Gerlinde Bonfert (Tel. 0151/ 64183481) waren bislang in der Ambulanten Wohnbetreuung (Bethel im Norden) tätig. Sie freuen sich auf ihre neue Aufgabe, die beiden „Herzensangelegenheit“ ist. Die Sprechzeiten sind jeweils montags, donnerstags und freitags von 9 bis 11 Uhr sowie dienstags und mittwochs von 16 bis 18 Uhr im TAFF. Die Initiatoren bitten die Paten, die Flüchtlinge über das Angebot zu informieren, desweiteren sollen Hinweisschilder in den Unterkünften angebracht werden.

mks

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