Neues Angebot im „Taff“ findet am ersten Öffnungstag große Resonanz 

„Sprachcafé Kunterbunt“ feiert Premiere

Das Team des Sprachcafés Kunterbunt, Initiatorinnen und Gäste am ersten Öffnungstag: Eileen Scurfield, Bürgermeister Dirk Rauschkolb, Gerlinde Bonfert, Zakie Ataya, Gunda Bielefeld, Margarethe Dünckmann, Parisa Ibrahim, Thekla Löchel, Marlies Beich und Anke Harzmeier (von links).

Sulingen - „Es war ein voller Erfolg“, freut sich Marlies Beich über die gelungene Premiere des neuen Angebotes „Sprachcafé Kunterbunt“, zu dessen Organisatorinnen sie zählt, „mit so einem Ansturm hatten wir nicht gerechnet.“ Eilig wurden im Tageszentrum „Taff“ von Bethel im Norden alle verfügbaren Stühle herangeschafft: Flüchtlingspaten, Lehrkräfte, Vertreter von AWO und Hausfrauenbund, aus Kindergärten, der Frauenkreis der Kirchengemeinde und weitere Interessierte machten es sich bei Kuchen, Kaffee oder Tee gemütlich – und natürlich in Sulingen lebende ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger: Sie sollen hier, an jedem Montag von 15 bis 17 Uhr, außerhalb des Sprachunterrichts Gelegenheit bekommen, Deutsch zu sprechen und zu üben.

Durch ihr Kommen würden sie „Verantwortung für eine gelingende Inklusion übernehmen“, hieß Marlies Beich die Gäste am Eröffnungstag willkommen. Die Idee für das Sprachcafé stamme von Margarethe Dünckmann: „Sie leitet Sprachkurse in der VHS und weiß durch ihren eigenen Migrationshintergrund, wie wichtig es ist, die Sprache zu üben und Integration zu leben.“ Sulingens Gleichstellungsbeauftragte Anke Harzmeier, die Integrationsberaterinnen Gerlinde Bonfert und Eileen Scurfield und die Sprecherin der Flüchtlingsinitiative, Thekla Löchel, zählten zu den Akteuren, die die Planungen rasch vorantrieben. Sich ehrenamtlich einzubringen erklärten sich Parisa Ibrahim, Zakie Ataya, Gunda Bielefeld und Gunther Stein bereit. Man wünsche sich weitere Helfer – und natürlich viele Gäste im „Sprachcafé Kunterbunt“, betonte Marlies Beich.

Die Flüchtlingsinitiative in Sulingen habe mittlerweile einen ehrenamtlichen Helferstamm von über 30 Personen, berichtete Thekla Löchel: „Ging es in den letzten Monaten erst einmal darum, die Geflüchteten unterzubringen, ihren Alltag zu organisieren, Spenden zu sammeln und bei Behördengängen zu unterstützen, gilt es nun, die Neubürger sprachlich, kulturell und beruflich zu integrieren. Eine Herausforderung – die wir mit Hilfe der Flüchtlingssozialberatung hier im ,Taff‘ und der Stadtverwaltung angehen werden.“

Nur mit weiterführenden Angeboten könne Integration langfristig und nachhaltig gelingen, betonte Sulingens Bürgermeister Dirk Rauschkolb, der sich bei allen haupt- und ehrenamtlichen Akteuren und Helfern herzlich für ihr Engagement bedankte. Denn vor allem dadurch sei die Stadt im Vergleich zu anderen Kommunen gut aufgestellt: Die Eröffnung des „Sprachcafé Kunterbunt“ zeige, „dass in Sulingen ,Anderes‘ möglich ist.“

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