Sulinger planen Benefizlauf zugunsten des Teams vom Landhaus Barrien

Sportliches Dankeschön für Einsatz

Zum Training am Stadtsee trafen sich – für das Foto ausnahmsweise als Gruppe – Andreas Glatz, Thomas Flieger, Olaf Schrader und Matthias Schnee (von links). Foto: Bartels
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Zum Training am Stadtsee trafen sich – für das Foto ausnahmsweise als Gruppe – Andreas Glatz, Thomas Flieger, Olaf Schrader und Matthias Schnee (von links). Foto: Bartels

Sulingen – Dankbarkeit lässt sich auf vielfältige Weise zeigen. Einen besonderen Weg wählt dafür Andreas Glatz: Gemeinsam mit vier Freunden startet er am Sonntag, 7. Juni, zu einem Spendenlauf zugunsten der Mitarbeiter der Senioreneinrichtung Landhaus Barrien im Sulinger Ortsteil Groß Lessen.

Zu der Einrichtung hat der Sulinger eine persönliche Beziehung, weil seine Mutter dort lebt. Hinter ihr und ihren Angehörigen, aber auch hinter den übrigen Bewohnern und den Mitarbeitern liegen schwierige Wochen. Wegen der Corona-Pandemie habe es zunächst keine Besuche mehr geben dürfen, berichtet Glatz, dann habe sich seine Mutter mit dem Virus infiziert und sei erkrankt. „Glücklicherweise hat sie das gut überstanden, und dafür sind wir alle sehr dankbar.“ In dieser Zeit hätten sich die Mitarbeiter sehr gekümmert: Die Gesunden hätten die nicht erkrankten Bewohner betreut, und die Mitarbeiter mit leichtem Krankheitsverlauf hätten sich um die Erkrankten gekümmert.

In der Folge seien bereits wieder Besuche, unter Wahrung von Abstand, möglich gewesen, doch am 10. Mai brannte es in der Einrichtung (wir berichteten). „Ich wollte zum Muttertag dort hinfahren, aber auf der Fahrt sah ich schon die Rauchwolke“, erinnert sich Andreas Glatz. Die Bewohner kamen übergangsweise in Bruchhausen-Vilsen unter, dabei halfen auch die Mitarbeiter, die eigentlich dienstfrei hatten. Und sie übernahmen auch die Betreuung der Senioren in der Übergangseinrichtung, damit diese sich nicht auch noch an neue Pflegekräfte gewöhnen mussten. „Das war ganz toll: Die Mitarbeiter reißen sich wirklich die Beine aus, das hätten nicht viele so mitgemacht“, lobt Glatz.

Zusammen mit seiner Schwester, Verena Meyer, habe er überlegt, wie sie ihrer Dankbarkeit für diesen Einsatz Ausdruck verliehen können. Seine Freunde Thomas Flieger, Carlo Mang, Matthias Schnee und Olaf Schrader hätten ihn auf die Idee des Spendenlaufs zugunsten der Seniorenheim-Mitarbeiter gebracht. Er habe sich dann mit der Heimleitung in Verbindung gesetzt, um das Vorhaben abzustimmen, mit dem Ordnungsamt die Rahmenbedingungen für den Lauf abgeklärt und mit dem Finanzamt sei das Vorhaben abgesprochen, damit die Spenden den Mitarbeitern zukommen.

Am Sonntag, 7. Juni, um 10 Uhr startet Glatz mit seinen vier Mitstreitern in Sulingen. Den genauen Ort gebe man – in Absprache mit dem Ordnungsamt – nicht bekannt, um Menschenansammlungen zu vermeiden. Mit gebührendem Abstand läuft das Quintett dann die etwa sechs Kilometer lange Strecke zum Seniorenheim, wo sie von der Heimleitung erwartet werden. „Auf einen Empfang am Ziel bitten wir ebenfalls zu verzichten“, so Glatz, „aber die Menschen dürfen uns gerne unterwegs anfeuern.“

Um sportliche Leistung geht es bei der Aktion nicht: „Wir haben einen Geübten dabei, der uns andere hoffentlich mitzieht“, sagt Glatz. Bis Sonntag trainiere jeder Teilnehmer aber individuell. Im Vordergrund stehe, mit dem Lauf möglichst viel Geld als Zeichen der Wertschätzung für die Mitarbeiter zusammenzutragen. Wofür diese den Betrag verwenden – ob sie davon Essen gehen oder etwas anderes unternehmen – sei ihnen überlassen. „Ich denke, dass wir die 500 Euro locker schaffen“, ist Glatz optimistisch. Jeder der Teilnehmer spende etwas – und weitere Spenden seien natürlich herzlich willkommen. Bis Anfang Juli könnten sich Unterstützer per Überweisung beteiligen, entweder auf das Bankkonto von Glatz (IBAN DE39 2565 1325 0191 4086 08) oder über den Dienst Paypal (aglatz777@gmail.com); überreicht werden soll der Betrag laut der Organisatoren am ersten Juli-Wochenende. Andreas Glatz: „Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir keine Spendenquittungen ausstellen dürfen, da unsere Initiative keinen gemeinnützigen Hintergrund hat.“

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