SPD-Ortsverein und Sulinger Stadtratsfraktion erörtern Krankenhausproblematik

„Unfallchirurgie erhalten“

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Mediengruppe Kreiszeitung

Sulingen - Um bestehende Vorschläge und Bedenken zur künftigen Krankenhaussituation im Landkreis Diepholz zu diskutieren und einen gangbaren Weg aus der Krise zu suchen, traf sich der Vorstand des SPD-Ortsvereins Sulinger Land mit der Sulinger SPD-Stadtratsfraktion zur gemeinsamen Sitzung.

Fraktionsvorsitzender Gunter Koop bezeichnete die Situation, in der man in der Frage der Krankenhauslandschaft stecke, als Zwickmühle: „Egal, welchen Zug man macht, es gibt immer mindestens einen Verlierer. Man muss einen gangbaren Weg finden, die Gesundheitsvorsorge der Bürger im Landkreis langfristig und wirtschaftlich sinnvoll zu ermöglichen.“ Das allerdings sei bei genauer Betrachtung der Zahlen und der Gesamtsituation mit den jetzigen Gegebenheiten nicht machbar.

Der vorgelegte Lösungsansatz des Landkreises sehe zwar im Augenblick den Erhalt aller drei Häuser vor, „doch wenn die Patientenströme umgeleitet werden – und zwar von einem bei den Patienten akzeptierten und angenommenen Haus in Sulingen zu einem durch seine Randlage zu Bremen nicht angenommenen Haus in Bassum – dann wird sich das innerhalb kürzester Zeit als der gleiche Fehler herausstellen, der seinerzeit mit der Geburtenstation gemacht wurde“, so Gunter Koop. „Bassum schrieb im Gegenzug zu Sulingen noch nie schwarze Zahlen und wurde immer von Sulingen gestützt.“

Erdim Aydilek betonte noch einmal den Prüfungsantrag an den Landkreis, über ein zentrales Haus in zentraler Lage des Landkreises nachzudenken, denn nur so sei eine Zukunftsfähigkeit in der Patientenversorgung und ein attraktiver Arbeitsplatz für Ärzte und Pflegepersonal gegeben. „Unter der Versorgungsgarantie verstehen wir den Erhalt der Unfallchirurgie in Sulingen mit der damit verbundenen 24-Stunden-Notfallversorgung und den Erhalt der Berufsgenossenschaftzulassung. Damit wäre Sulingen nach wie vor ein zukunftsweisendes Krankenhaus.“

Die zweitbeste Lösung sei die Zwei-Häuser--Variante, „aber hiervor schreckt der Landkreis Diepholz zurück, da er die medizinische Grundversorgung in allen drei Häusern erhalten will und dieses als Chance sieht“, stellte Fraktions- und Kreistagsmitglied Joachim Oltmann fest. „Ob bei dieses Variante allerdings die Krankenkassen mitspielen, entscheidet sich wohl erst im Juli.“ Auf alle Fälle fordere die SPD die 24-stündige Notfallversorgung am Standort, „da es nicht sein kann, dass die Regelung der Erreichbarkeit der nächsten Klinik innerhalb von 30 Minuten als Forderung des Landes in den Nachtzeiten keine Gültigkeit hat.“

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