Sparvariante reicht Anliegern

Sulingen: Ausschuss spricht über Beruhigung der Dietrich-Bonhoeffer-Straße

Sulingen – Walter Legler von der Gruppe FDP / Bürger erreichen im Rat der Stadt Sulingen warnte davor, „gleich das Kind mit dem Bade auszuschütten.“ Der Ausschuss für Bau, Ordnung und Verkehr der Stadt sprach sich Mittwochabend in öffentlicher Sitzung dafür aus, an den Verkehrsregelungen im Neubaugebiet Linderner Straße noch einmal Hand anzulegen; auf Anregung der Anwohner der Dietrich-Bonhoeffer-Straße.

Konkret votierten die Mitglieder des Fachausschusses in ihrer Empfehlung mehrheitlich dafür, die erlaubte Höchstgeschwindigkeit auf 30 Kilometer in der Stunde zu begrenzen – und zunächst temporär Verkehrshindernisse zur Reduzierung der Durchfahrtsgesschwindigkeit auf der Straße zu platzieren.

Der Verwaltungsvorschlag, in der Summe vier Baumtore und damit Straßenverengungen in der Dietrich-Bonhoeffer-Straße zu installieren, scheiterte; trotz Unterstützung aus den Reihen der SPD-Ratsfraktion. Die Sozialdemokraten hatten für die Anlieger deren Ansinnen zum Antrag erhoben. Anja Mundt erinnerte für die SPD-Fraktion an die Ergebnisse einer Ortsbegehung im Januar, zu der sich die Sozialdemokraten mit den Anliegern getroffen hatten, sprach von „ein bis zwei Kindern in jedem Haus“, die an der Straße leben. Die Straße lade aufgrund ihrer Breite und aufgrund des angrenzenden, optisch von der Fahrbahn kaum zu unterscheidenden Parkstreifens quasi zum schnellen Fahren ein.

Eine Auffassung, der sich die Mitarbeiter der Stadtverwaltung durchaus anschließen konnten. Wiebke Blohm und Nicole Kossinna vom Fachbereich Bauen, Ordnung und Verkehr legten Mittwoch gleich drei Varianten in der öffentlichen Sitzung vor, mit denen der Verkehr auf der Dietrich-Bonhoeffer-Straße baulich beruhigt werden könnte. Walter Legler erinnerte daran, dass Baumaßnahmen, seien sie erst mal erfolgt, nur schwerlich zu beseitigen wären. Rita Mohrmann und Ausschussvorsitzender Sebastian Bönsch (beide CDU) argumentierten ähnlich, regten eine temporäre Beruhigung an. Der am Ende auch Uwe Overhoff von den Freien Wählern etwas abgewinnen konnte: „Barrieren ziehen aber meist auch Sichtbehinderungen nach sich“, sagte Overhoff.

13 Anlieger der Dietrich-Bonhoeffer-Straße verfolgten Mittwochabend die Beratungen des Ausschusses im Sulinger Rathaus.

Ausschussvorsitzender Sebastian Bönsch ließ sie während einer Sitzungsunterbrechung zu Wort kommen. Das Gros der Anlieger scheint mit der Beschlussempfehlung zufrieden.  

oti

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