Sozialstation Sulingen: Altenhilfe Leine-Mittelweser übernimmt Mehrheitsanteile

Kirche und Stiftung suchen den Schulterschluss

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Stellten die Kooperation zwischen Kirche und Stiftung vor: Viktor Geweiler, Gabriele Mehnert, Hans-Rudolf Kalus, Jörg Schafmeyer, Stiftungs-Geschäftsführerin Dagmar Brusermann und Joachim von der Osten.

Sulingen - Veränderungen in der Unternehmensstruktur der Sozialstation Sulingen: Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Sulingen, zuletzt alleinige Gesellschafterin der gemeinnützigen GmbH, hat die Mehrheitsanteile der Gesellschaft der Diakonischen Altenhilfe Leine-Mittelweser und damit der Stiftung St. Nicolaistift mit Sitz in Neustadt in der Region Hannover übertragen. Die Stiftung verantwortet den Regionalverbund, dem unter anderem die Senioreneinrichtung „Haus am Suletal“ an der Sulinger Memelstraße angehört.

Joachim von der Osten, Generalbevollmächtigter der Stiftung, die er auch in der Gesellschafterversammlung der Haus am Suletal gGmbH vertritt: „Inhaltlich ändert sich für die Sozialstation nichts. Wir waren mit dem Kirchenvorstand über zwei Jahre im Gespräch, um abzustimmen, wie wir die diakonische ambulante Pflege in Sulingen langfristig aufstellen und sichern können.“

Hans-Rudolf Kalus, Vorsitzender des Kirchenvorstandes zu der Kooperation: „Wir haben einen verlässlichen Partner gesucht, um die Verantwortung wieder auf mehrere Beine zu stellen.“

Pastor Jörg Schafmeyer, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstandes, spricht von einer zukunftsweisenden Entscheidung für die Weiterentwicklung einer schon aus der Tradition heraus diakonischen Einrichtung. Hatten bisher die Mitarbeiter des Kirchenamtes die kaufmännische Verwaltung übernommen, „sind jetzt die fachlich orientierte und die kaufmännische Geschäftsführung in einer diakonischen Hand. Das kann sich nicht negativ auswirken.“

Joachim von der Osten gibt sich genauso zuversichtlich: „Das Konzept sieht vor, mit allen beteiligten Einrichtungen die Versorgungskette zu schließen; angefangen beim betreuten Wohnen über die ambulante bis hin zur stationären Pflege. Wir standen vor der Entscheidung, selbst etwas aufzubauen – oder aber einen Partner zu suchen.“ Die Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde als Gesellschafterin habe nahe gelegen.

35 Voll- und Teilzeitmitarbeiter der Sozialstation betreuen aktuell 130 Klienten. Pflegedienstleiterin bleibt Gabriele Mehnert. Ihr Stellvertreter heißt Viktor Geweiler. Die Sozialstation ist Ausbildungsbetrieb und beschäftigt derzeit eine Auszubildende zur examinierten Altenpflegerin. Gabriele Mehnert kann unter anderem auf die Unterstützung von vier Palliative-Care-Fachkräften zurückgreifen. Neben den eigentlichen Pflegeaufgaben gehören auch zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen nach dem novellierten Pflegestärkungsgesetz zum Portfolio der Einrichtung, an der ehemals auch das Deutsche Rote Kreuz, die katholische Kirchengemeinde sowie die Stadt Sulingen und die Samtgemeinden Schwaförden und Siedenburg beteiligt waren. Kurz- bis mittelfristig ist geplant, dass die Sozialstation ihren Sitz vom SUN-Park an die Memelstraße verlegt. „Auch aus Gründen der fachlichen Konzentration“, sagt Generalbevollmächtigter Joachim von der Osten. „Alle Angebote unter einem Dach. Der Versorgungskreis ist dann geschlossen.“ Eine besondere Bedeutung komme dabei dem Bauprojekt der „casa Baubetreuungsgesellschaft“ an der Memelstraße zu. Die Wohnungen, die vorerst vom „Haus am Suletal“ wegen Umbaus als Übergangsquartier für die Bewohner genutzt werden (wir berichteten), werden nach Abschluss der Arbeiten an der Senioreneinrichtung von der „casa“ auf den Markt gebracht.

Von der Osten: „Schon aufgrund der räumlichen Nähe bietet sich betreutes Wohnen an.“

oti

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