Sommerfest auf Einladung der Flüchtlingshilfe und der Asylbewerber

Einladung von nebenan

Interessante Gespräche entwickelten sich auch an der Afrika-Karte, auf der die Flüchtlinge ihre Heimatorte markierten.
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Interessante Gespräche entwickelten sich auch an der Afrika-Karte, auf der die Flüchtlinge ihre Heimatorte markierten.

Sulingen - „Tolle Stimmung; Ein schönes Fest. Wir haben uns gut unterhalten.“ Die Gäste des Sommerfestes in der Flüchtlingsunterkunft waren begeistert von der Gastfreundschaft der „netten jungen Männer“ von nebenan. Eingeladen hatten die 18 aus Eritrea und von der Elfenbeinküste stammenden Bewohner der Flüchtlingsunterkunft am Schwafördener Weg – Hand in Hand mit ehrenamtlichen Helfern und weiteren 30 Asylbewerbern aus dem Sudan, aus Somalia und Marokko.

„Das Grundstück am Schwafördener Weg bot sich an“, sagte Thekla Löchel, Sprecherin der Sulinger Flüchtlingsinitiative. Gäste waren die Nachbarn und die zahlreichen Sponsoren, die sich in den letzten Monaten mit Geld- und Sachspenden, Rat und Tat eingebracht hatten. Dr. Ernst Funck, Annemarie Ahrens, Doris Lecrinier-Herrmann, Christel Theis, Alexander Voß, Astrid Ellmers und die Flüchtlings-Paten hatten in einem rund sechswöchigen Vorlauf ein Fest auf die Beine gestellt, das auf vielen Ebenen Begegnung ermöglichte.

Am multinationalen Büfett kamen Gastgeber und Gäste ins Gespräch, auf dem eigens für diesen Tag auf der Freifläche im Kreuzungsbereich Hasseler Weg eingerichteten Beachvolleyballfeld gab es ein sportliches Miteinander.

Petra Albers und Doris Lecrinier-Herrmann boten darüber hinaus einen Mal-Workshop an.

Interessante Gespräche entwickelten sich auch an der Afrika-Karte, auf der die Flüchtlinge ihre Heimatorte markierten.

Das Fest sei gute Gelegenheit Gemeinschaft zu leben, sagte Bürgermeister Dirk Rauschkolb. Das „Flüchtlings-Problem“ sei in Sulingen gut gelöst. Er lobte das gute Zusammenspiel zwischen den Ehrenamtlichen und Koordinatorin Astrid Ellmers von der Verwaltung. Als reiches Land sei Deutschland in der Pflicht, sagte Rauschkolb und gab zu bedenken: „Niemand verlässt seine Heimat und riskiert sein Leben ohne Grund.“

Dr. Ernst Funck (Flüchtlingsinitiative Sulingen) pflichtete ihm bei: „Wir haben es mit verwundeten, entwurzelten Menschen zu tun.“

„Bisher hatte ich noch keinen direkten Kontakt“; sagte Nachbar Albert Lichtenberg. Das Fest nannte er „eine gute Idee“: „Die Flüchtlinge sind hier, also müssen wir uns arrangieren.“

Wichtig sei, ihnen Aufgaben und Ziele zu eröffnen. Abdi Rahman und seine Frau Rahmo Sukri Mohomed aus Somalia haben vor einem Jahr und acht Monaten in Sulingen ihr Zuhause gefunden und sind inzwischen richtig „angekommen“: „Schöne Stadt, schöne Leute“, fasst Abdi Rahman seine Dankbarkeit für die freundliche Aufnahme in Worte.

Gut genutzt wurden am Samstag die Angebote von Feuerwehr und DRK-Bereitschaft, die den Sulinger Neubürgern den Umgang mit Feuerlöscher und Verbandskasten demonstrierten, mit denen die Flüchtlingsunterkünfte seit kurzem ausgestattet sind: Eine ernste Angelegenheit, aber auch Anlass zur Heiterkeit waren praktische Übungen wie das Anlegen von Verbänden und das Löschen eines Fettbrandes.

Zur Zeit sind zehn Flüchtlingspaten in der Initiative engagiert. Sie sind kleineren Gruppen als erste Ansprechpartner zugeordnet. Weitere Ehrenamtliche engagieren sich als Übersetzer, als Deutschlehrer oder bei der Freizeitgestaltung. „Wir suchen weiterhin Mitstreiter“, betonte Thekla Löchel: „Wir haben die Information, dass weitere Flüchtlinge in Sulingen untergebracht werde sollen.“

mks

www.fluechtlingsinitiative-sulingen.de

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