Wie soll sich Sulingen entwickeln? Stadt bindet Jugendliche mit Workshop in den Leitbildprozess ein

Wünsche: Fußgängerzone, Bahnverbindungen...

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„Sulingen ist für mich...“: Für die Statements gab’s Postkartenmotive zur Auswahl.

Sulingen - „Es ist wichtig, was ihr hier zum Besten gebt, weil ihr die Entwicklung von Sulingen in den nächsten 20 Jahren beeinflussen könnt“, betonte Bürgermeister Dirk Rauschkolb: Ein Dutzend Jugendlicher nutzten diese Chance. Sie fanden sich – teils aus eigenem Antrieb, teils schulischerseits „motiviert“ – am Dienstagnachmittag zum Workshop im Jugendzentrum ein. Gefragt waren Lob, Kritik und Wünsche für den Bürgerbeteiligungs- und Leitbildprozess „Wir sind Sulingen 2.029“.

Natalie Schmidt und Jeanett Garthof vom Büro KoRiS (Kommunikative Stadt- und Regionalentwicklung) aus Hannover, das den Prozess begleitet, moderierten den Workshop. Snacks und Getränke trugen zur angestrebten lockeren Atmosphäre bei, reichlich Stellwände standen bereit, um in mehren Arbeitsphasen die Kritikpunkte und Anregungen der Jugendlichen zu sammeln. Und die lieferten.

Vielfalt im Vereinsleben, viele Freizeitangebote, Sportstätten und Spielplätze, die Naherholungsgebiete, das Vorhandensein aller Schulformen vor Ort, in Sachen Shopping das E-Center und das Kaufhaus Ranck schlugen bei der Bestandsaufnahme „Sulingen heute“ positiv zu Buche. Den Punkten standen auf der Negativseite teilweise andere Meinungen beziehungsweise Ergänzungen gegenüber – zu wenig Abwechslung im Freizeitangebot, speziell auch für kleinere Kinder, einige Spielplätze seien nicht sicher und der Sportpark in die Jahre gekommen. Zu wenig Einkaufsalternativen (Stichwort Klamotten), zu wenig Auswahl wurden moniert.

Ein wesentlicher Kritikpunkt der Jugendlichen ist, dass es keine Zugverbindungen ab Sulingen gibt – und die Busverbindungen seien unzureichend. Um nach Bremen zu kommen (offenbar für viele ein bevorzugtes Shopping-Revier) braucht man mit dem Bus von Sulingen aus und dann ab Bassum per Zug weiter eine Stunde und zehn Minuten, stellte eine Schülerin fest: „Die Verbindung gibt es stündlich, trotzdem ist das nervig.“ Auch aus den Umlandgemeinden nach Sulingen (und zurück) zu kommen, bereitet vor allem abends Probleme, merkte eine junge Borstelerin an.

Ein großer „Wunschzettel“ wurde abschließend zusammengestellt. Auch unter der Fragestellung: „Was braucht ihr, wenn ihr mit der Schule fertig seid – beziehungsweise, um nach Ausbildung oder Studium hierher zurückzukehren?“ Zugverbindungen nach Bremen und Hannover ernteten eine Menge der von den Teilnehmern zu verteilenden Zustimmungspunkte. Noch mehr die Einrichtung einer Fußgängerzone in der Innenstadt. Die meisten Punkte klebten am Ende an der Forderung, das Sulinger Krankenhaus zu erhalten und wieder mit einer geburtshilflichen Abteilung auszustatten. Weitere Wünsche sind zum Beispiel der Erhalt der Stadtbibliothek am jetzigen Standort (gerne größer), mehr Konzerte in Sulingen, kleinere Schulklassen, die Vergrößerung des Freizeitbades, Abenteuersportmöglichkeiten wie Klettern, Paintball. Und eine Eis(-hockey-)halle...

ab

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