Wer Selbstverteidigung beherrscht, tritt selbstbewusster auf

Sicherer durch Kampfsport?

Sulingen - Von unserer Praktikantin Julia Meyer. Übergriffe auf Frauen, wie in der Silvesternacht in Köln, schüren bei vielen Menschen Ängste. Hat das Thema Selbstverteidigung in der Gesellschaft an Bedeutung gewonnen? Viktoria Nachtigall, Leiterin und Trainerin der Asia-Sport Akademie in Sulingen, stellt fest: „Sich verteidigen zu können, war schon immer aktuell.“

Einen deutlichen Anstieg von Kursteilnehmern könne sie derzeit nicht feststellen. „Allerdings zeigen heute immer mehr Frauen Interesse an Kampfsport und Selbstverteidigung.“ Menschen, die Kampfsport betreiben, würden seltener zum Opfer werden als andere. Grund dafür sei, dass sie Situationen besser einschätzen können und mehr Selbstvertrauen ausstrahlen. 

Selbstverteidigungstechniken können auch schon Kinder lernen, hier eine Thaiboxing-Gruppe von Viktoria Nachtigall. - Foto: Meyer

Viktoria Nachtigall berichtet, sie habe auch schon Kundinnen gehabt, die bereits Opfer von häuslicher Gewalt wurden. Durch das Erlernen von Selbstverteidigung hätten sie das Gefühl von Hilflosigkeit und Angst überwunden. Drei Monate dauere es, bis man die grundlegenden Techniken beherrscht. Regelmäßiges Training jedoch sei wichtig, um Routine zu bekommen. Viele Opfer seien wie gelähmt, wenn sie bedroht werden. Aus diesem Grund sollten beim Kampfsport auch mehr Selbstbewusstsein und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten vermittelt werden. 

Laut Nachtigall können Kampfsportarten auch dabei helfen, aggressivem Verhalten und somit Gewalttaten vorzubeugen: „Vor allem Männer mit ,zu viel Energie‘ lernen Selbstdisziplin und Körperbeherrschung.“ Ihren Kursteilnehmern sage sie, dass es wichtig ist, weder naiv zu sein, noch fremden Menschen mit Vorurteilen zu begegnen. Ihre Empfehlung: Man sollte abends möglichst in Gruppen unterwegs sein, bei kritischen Situationen Schutz bei Freunden suchen.

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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