STEG lässt Unterkünfte errichten

Im September können Asylbewerber im SUN-Park einziehen

Ortstermin am Mittwoch auf dem Gelände des SUN-Parks an der Nienburger Straße: Wiebke Blohm und Michael Hanke stellen die Planungen für die Asylbewerber-Unterkunft vor. - Foto: Schlotmann

Sulingen - Bauantrag im Dezember, Baugenehmigung im März, Fertigstellung und Bezug voraussichtlich im September – die Stadtentwicklungsgesellschaft (STEG) greift der Stadt Sulingen bei deren Bemühungen um Schaffung von Wohnraum für Asylbewerber unter die Arme.

Laut STEG-Geschäftsführer Michael Hanke investiere die stadteigene Gesellschaft um die 500.000 Euro in das Neubau-Projekt auf dem Gelände des SUN-Parks an der Nienburger Straße. Demnach finden in dem Neubau in zwei Geschossen auf exakt 370 Quadratmetern Wohnfläche bis zu 32 Personen Platz.

Vorgesehen sind insgesamt acht Schlafräume mit jeweils 21 Quadratmetern Fläche; zusätzlich pro Geschoss ein 18 Quadratmeter umfassender Aufenthaltsbereich, zwei Sanitärbereiche, eine Küche und weitere Funktionsräume.

Die Wahl der STEG auf den Standort SUN-Park fiel mit Bedacht. Hanke: „Wir haben auch eine mögliche Nachfolgenutzung im Blick gehabt.“ Das Gebäude könne „ohne großen Aufwand“ einer anderen, gegebenenfalls auch gewerblichen Nutzung zugeführt werden.

Vor der Entscheidung für den Neubau, der durch die Firma Koop und Lohmann mit Sitz in Kuppendorf als Generalunternehmer realisiert wird, hatte der Aufsichtsrat der Stadtentwicklungsgesellschaft auch andere Möglichkeit der Schaffung von Wohnraum für Asylbewerber in Betracht gezogen. „Überlegungen wie Containerlösungen, Holzhäuser oder auch den Ankauf und Umbau einer Altimmobilie haben wir schnell verworfen. Wir wollten eine Lösung auf Dauer“, erklärt Hanke.

Wiebke Blohm, Leiterin des Fachbereiches Bauen, Ordnung und Wirtschaft der Sulinger Stadtverwaltung, hatte die Bauleitplanung des Projektes begleitet: „Die Schaffung von Wohnraum in dem Gewerbegebiet war nur aufgrund der Bestimmungen des Flüchtlingsunterbringungserleichterungsgesetzes möglich. Für die Kollegen beim Landkreis war das auch ein Novum.“

Laut Michael Hanke leben aktuell 180 Asylbewerber in der Stadt. „Bis Ende Juli könnten nach derzeitigem Stand der Dinge noch einmal 103 dazukommen. Bei Bedarf legen wir noch mal mit der Schaffung von Wohnraum nach.“

Nicht ausgeschlossen sei ein weiterer Neubau auf dem Gelände des SUN-Parks an der Nienburger Straße. „Wir haben aber auch noch zwei weitere Flächen im Blick.“

Angedacht sei, dass die Stadt Sulingen den Wohnraum für die Flüchtlinge bei ihrer 100-prozentigen Tochter anmietet; zu den ortsüblichen Mietkonditionen. „Wir stellen das Gebäude voll bezugsfertig zur Verfügung“, so Hanke. Auch an W-Lan sei gedacht.

Bei den Planungen des Neubaus haben STEG-Geschäftsführer und Aufsichtsrat darauf geachtet, dass sich das Gebäude in das Ortsbild einfügt – und den aktuellen Energiesparverordnungen entspricht. Wiebke Blohm spricht von einem „KfW 55-Haus“. Die Wärmeversorgung erfolge über das Blockheizkraftwerk der Stadtentwicklungsgesellschaft im SUN-Park.

Laut Blohm halte die Stadt Sulingen im Grundsatz an der dezentralen Unterbringung von Asylbewerbern fest. „Die Räume im SUN-Park sind nur als Übergangslösung gedacht; ähnlich wie die Unterkunft an der Berliner Straße.“

oti

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