Foto-Wanderausstellung

Selbsthilfegruppen zeigen Gesicht im Rathaus Sulingen

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Ursula Dell (3.v.r.) und Bürgermeister Dirk Rauschkolb (4.v.r) mit Gästen bei der Eröffnung im Rathaus Sulingen. 

Sulingen - Angebote über das Internet sind eine Sache, aber ein persönliches Treffen sei wichtiger: „Die Empathie zwischen den Teilnehmern ist wichtig. Und man kann sich auch einmal in den Arm nehmen“, erklärt eine Betroffene, warum Treffen von Selbsthilfegruppen so wichtig sind. „Wer, wenn nicht die Betroffenen können informieren über eine chronische Krankheit“, erklärte Bürgermeister Dirk Rauschkolb bei der Eröffnung der Ausstellung im Rathaus Sulingen zum Thema Selbsthilfegruppen.

„Wer, wenn nicht die Betroffenen können informieren über eine chronische Krankheit“, erklärte Bürgermeister Dirk Rauschkolb bei der Eröffnung der Ausstellung im Rathaus Sulingen zum Thema Selbsthilfegruppen.

Es gibt keine vollständige Übersicht aller im Landkreis Diepholz vertretenen Selbsthilfegruppen. Einen Anfang, einige aufzulisten, hat die Selbsthilfekontaktstelle „KIBIS“ (Kontakt, Information, Beratung im Selbsthilfebereich) im „IGEL“ (Interessengemeinschaft Gesundes Leben) in Barnstorf gemacht. 

Kennenlernen, austauschen, lernen

Anlass war das 20-jährige Bestehen der Kontaktstelle im Jahr 2015. Die Fotos aus dem Selbsthilfe-Journal kamen so gut an, dass sie jetzt als Wanderausstellung von Rathaus zu Rathaus reisen – um vor Ort daran zu erinnern, dass es zahlreiche Selbsthilfegruppen gibt, über den gesamten Landkreis Diepholz verteilt, aber auch vor Ort. 

„KIBIS“ verstehe sich als Anlaufstelle, biete Netzwerke an, vermittele Kontakte, helfe aber auch bei der Neugründung von Selbsthilfegruppen. Deren Arbeit sei wichtig, erklärt „KIBIS“-Leiterin Ursula Dell. Betroffene können sich kennenlernen, austauschen, lernen, mit ihrer Krankheit umzugehen.

Selbsthilfe bei vielen Krankheitsbildern

Aus Sulingen hatten sich bei der Kontaktstelle sieben Selbsthilfegruppen gemeldet. „Ausweg contra Mobbing“ existiere seit sieben Jahren, mit Teilnehmern zwischen 30 und 70 Jahren. In der Sarkoidose-Gruppe treffen sich bereits seit 21 Jahren Betroffene. Etwa 70 Teilnehmer zähle die Selbsthilfegruppe „Blau Wahl“, die es seit 20 Jahren gibt. Der „Freundeskreis für Sucht“ berät seit 30 Jahren Betroffene und Angehörige gleichermaßen. Seit zehn Jahren sind zwölf Teilnehmer in der Diabetes-Gruppe aktiv. In der Selbsthilfegruppe Multiple Sklerose tauschen sich seit 15 Jahren Betroffene aus. Und die Gruppe „Blaues Kreuz in der evangelischen Kirche“ gebe es seit 30 Jahren, erklärte Ursula Dell. „Noch nicht ganz“, korrigierte deren Leiter Reiner Lübbering. Den runden Geburtstag feiere man erst am 1. November.

Lübbering kündigte eine neue Homepage an, ein Internet-Forum für „Menschen in extremen Situationen“, kurz „Maus“. Mitte des Jahres solle dieses Angebot zur Verfügung stehen.

Die Ausstellung zum Thema Selbsthilfegruppen macht für sechs Wochen Station im Rathaus Sulingen. - sis

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