Projektgruppe am Berufsbildungszentrum

Selbstbehauptungskursus für Oberschüler: „Die eigene Stärke“

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Anna Lea Wacker (Bildmitte) mit den Mitschülerinnen Michele Melcher (rechts) und Celina Marz (links). Gemeinsam planen sie einen Selbstbehauptungskursus.

Sulingen - Anna Lea Wacker beschäftigt sich in ihrer Freizeit seit nunmehr 14 Jahren mit Taekwon-Do. „Auch mit Thai-Boxen“, sagt sie. Regelmäßig gehe sie im Budox Sportpark Nienburg ein und aus. Aktuell begleitet sie mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern Michele Melcher und Celina Marz sowie Can Yildrim und Katharina Betker das Projekt „Werd´ Dir Deiner Stärke bewusst ...“, von dem am Ende Schülerinnen und Schüler der Oberschule Schwaförden profitieren sollen.

Anna Lea Wacker (20), Michele Melcher (19) und Celina Marz (18) sind wie Can Yildrim (20) und Katharina Betker (17) Schülerinnen und Schüler des zwölften Jahrganges der Fachoberschule Wirtschaft des Berufsbildungszentrums Dr. Jürgen Ulderup am Schulstandort Sulingen.

Die Projektarbeit ist Teil des Lehrplanes der Jahrgangsstufe zwölf und wird am Ende des Schuljahres benotet. „Nicht nur das Ergebnis, sondern genauso der Vorbereitungsarbeiten und damit die eigentliche Prozessarbeit“, erklärt Michele Melcher.

In der Wahl des Projektthemas seien die einzelnen Schülergruppe frei, ergänzt Celina Marz.

Weil sie und ihre Mitschüler das Engagement von Anna Lea Wacker in den Bereichen Selbstverteidigung und Selbstbehauptung kennen würden, habe die Wahl des Projektthemas nahe gelegen.

Rollenspiele für die Durchsetzungskraft

Konkret wird die Schülergruppe am Mittwoch, 6. Juni, die Schülerinnen und Schüler in Schwaförden im Bereich der Selbstbehauptung schulen; mit Unterstützung eines Vertreters der Polizeiinspektion Diepholz, erklärt Michale Melcher, aber genauso unter den Augen von Anna Lea Wackers Trainer Ilker Kaya, Träger des siebten Dan.

Auf Frontalunterricht wolle die Gruppe verzichten. Celina Marz: „Wir haben Rollenspiele vorbereitet.“ Rollenspiele in denen die Schülerinnen und Schüler in Situationen versetzt werden, in denen sie sich behaupten müssen.

Der Bedarf an entsprechenden Schulungsmaßnahmen gilt in dem Quintett als unstrittig. Anna Lea Wacker: „Wir alle waren schon in Situationen, in denen wir uns mal unsicher fühlten; etwa auf dem Weg von der Disco nach Hause. Wir können und wollen nicht in Selbstverteidigung ausbilden; viel mehr verraten wir Tipps und Tricks, wie man sich im Fall des Falles behelfen kann.“ Man wolle zur Stärkung des subjektiven Sicherheitsgefühls beitragen.

Vorbereitungen schwieriger, als gedacht

Mit den Vorbereitungen des Projektes hatten die vier jungen Frauen und der junge Mann bereits mit Beginn des Schuljahres begonnen.

Michele Melcher: „Ganz so einfach, wie wir uns das vorgestellt haben, war es dann doch nicht.“ Jede Menge Absprachen seien zu treffen gewesen, auf denen jetzt die Ablaufpläne fußen.

Celina Marz: „Alles muss dokumentiert werden.“ Schließlich werde am Ende auch die Projektmappe benotet.

Michele Melcher: „Aber ich glaube, dass das, was wir geschaffen haben, sich durchaus sehen lassen kann. Und wenn nicht, dann haben wir dennoch alle am Ende eine ganze Menge in diesem Projekt gelernt.“ - oti

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