Gymnasium Sulingen

Abriss des „Sek-II-Haus“ schafft Platz für Erweiterungsbau 

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Vom sogenannten „Sek-II-Haus“ ist am Dienstag nicht mehr viel übrig. Die Abrissarbeiten hatten in der vergangenen Woche begonnen, werden wahrscheinlich auch nach Ende der Osterferien noch andauern.

Sulingen - Der Bagger rupft Bissen um Bissen aus dem Gebäude beim Gymnasium Sulingen: Vom sogenannten „Sek-II-Haus“ ist am Dienstag kaum noch etwas übrig, es macht Platz für den Neubau, mit dem der Landkreis Diepholz benötigte räumliche Kapazitäten für die Schule schaffen will.

Einst war das Haus Refugium der Schüler der Oberstufe, die hier ihre Pausen oder Freistunden verbrachten – „und die ,Sek-II-Feten feierten“, ergänzt Ute Lüßmann. „Als ich hier 1986 anfing, war das noch so. Die jungen Lehrkräfte mussten die Aufsicht übernehmen. Das war gar nicht so einfach...“, erinnert sich die Schulleiterin lächelnd.

Abriss dauert drei bis sechs Wochen

Mitte der 90er-Jahre habe das benachbarte Krankenhaus das Gebäude übernommen, „für verschiedene Nutzungen, in letzter Zeit stand es allerdings leer.“ Die Abrissarbeiten begannen in der vergangenen Woche, werden wahrscheinlich auch nach dem Ende der Osterferien noch andauern: „Von insgesamt drei bis sechs Wochen ist die Rede. Wir hoffen, dass es schneller geht – auch, weil wir in der Zeit auf die Lehrerparkplätze an der Schmelingstraße verzichten müssen.“ Allerdings könnten die Tage für die knapp 30 Einstellplätze, wenn es nach den Vorstellungen des Kollegiums geht, nach dem Neubau endgültig gezählt sein: Ein Stück des für die derzeit rund 1 060 Schülerinnen und Schüler ohnehin knapp bemessenen Schulhofes – das mit dem Klettergerüst – geht verloren, „wir wollen ihn neu gestalten, Bewegungsmöglichkeiten schaffen und die Parkfläche dafür einbeziehen.“ Neue Parkplätze könnte der Landkreis, so die Idee, im Bereich der Grundschule schaffen, deren zukünftige Nutzung allerdings noch mit vielen Fragezeichen versehen ist.

Zwölf Klassen- und zwei Musikräume geplant

Der Erweiterungsbau ist dreigeschossig geplant. Er reicht bis fast an die Schmelingstraße, setzt zum Gymnasium hin nicht direkt am Verwaltungstrakt an, fünf Meter „Luft“ liegen dazwischen: „Das hat mit den Fluchtwegen und Treppenhäusern zu tun“, erläutert Ute Lüßmann, „es gibt uns auch die Möglichkeit, hier einigermaßen Tageslicht zu erhalten.“ Der Neubau wird zwölf Klassen- und zwei Musikräume beherbergen. „Wir möchten das Gebäude für die fünften und sechsten Klassen nutzen, abgestimmt auf die besonderen Anforderungen jüngerer Schüler, was Differenzierungsräume oder das inklusive Lernen angeht.“

Der Bau beginnt voraussichtlich in den Sommerferien, sollte nach ursprünglicher Planung zum August 2018 fertiggestellt sein. „Im Moment sieht es nach Herbst 2018, vielleicht auch erst Anfang 2019 aus.“ Das Gebäude macht die drei Container-Klassenräume, die derzeit genutzt werden, überflüssig. Ob man dann auf Dauer auch auf die angemieteten Räume im ehemaligen „Küchengarten“ verzichten kann, ist laut Ute Lüßmann ungewiss – das hänge auch von den Auswirkungen der Wiedereinführung des Abiturs nach 13 Schuljahren ab. Sie geht davon aus, dass der Erweiterungsbau das letzte große Bauprojekt in ihrer Zeit als Schulleiterin ist, „ich werde 62. Es war eine schöne Zeit, aber dass es so viel Bautätigkeit am Gymnasium geben würde, hatte ich mir am Anfang nicht vorgestellt.“

ab

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