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Sulinger „Utspann“ soll zum Herbst bezugsfertig sein

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Von: Harald Bartels

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Blick auf den Rohbau.
Zum Herbst sollen die elf Appartements der Senioren-Wohngemeinschaft „Utspann“ bezugsfertig sein. © Bartels

Sulingen – Vom früheren Friseursalon Cattau an der Nienburger Straße in Sulingen ist kaum noch etwas zu erkennen: Derzeit entsteht hier die Seniorenwohnanlage „Utspann“, realisiert wird das Projekt vom Sulinger Ehepaar Mechtild und Dietrich Beverborg und dem Pflegedienst Silke Stecker aus Bassum.

So sei es nicht von Anfang an geplant gewesen, verrät Dietrich Beverborg. Zunächst hätten seine Frau und er an ein Wohngebäude gedacht, möglicherweise mit einer gewerblichen Nutzung im Erdgeschoss. Der Pflegedienst sei dann auf sie zugekommen, um gemeinsam ein neues Wohnprojekt zu verwirklichen: „Das ist eine tolle Symbiose“, findet der Sulinger.

Zwei ähnliche Projekte betreue man bereits, berichtet Ramona Eilers vom Pflegedienst Stecker, eines in Klein Lessen und eines an der Langen Straße in Sulingen. „Beide waren sehr begehrt: In Sulingen sind wir im Juli eingezogen, aber im Mai war schon alles ,ausgebucht‘.“

Vier Personen stehen im Rohbau vor einem Fenster.
Den Ausblick im Obergeschoss zeigen Ramona Eilers und Anna Goldstein vom Pflegedienst Silke Stecker sowie die Bauherren Mechtild und Dietrich Beverborg (von links). © Bartels

Die Arbeiten begannen im vergangenen Jahr – mit dem Abriss des benachbarten Reihenendhauses. „Das hat sich gezogen“, sagt Dietrich Beverborg, erst im Herbst habe der eigentliche Bau anfangen können. In dessen Zuge wird das Gebäude des früheren Friseursalons erweitert um einen Anbau. Diese Mischung aus Alt- und Neubau sei etwas ganz Eigenes, sagt Mechtild Beverborg.

Im Gebäude entstehen nun elf Appartements in einer Größe von 25 bis 35 Quadratmetern in beiden Geschossen, jeweils mit eigenem Bad. Im Erdgeschoss finden sich zudem ein großer Gemeinschaftsraum und eine dazugehörige Küche; beide Geschosse sind mit einem Fahrstuhl verbunden. Das größte Appartement im ersten Stock könne auch von zwei Personen bewohnt werden. Derzeit bestehe noch die Möglichkeit, zwei Wohnungen über eine Tür zu verbinden – bei entsprechenden Anfragen (Tel. 01 51 / 61 00 60 70, E-Mail SeniorenWG@beverborg.de).

Keine enge Struktur wie in stationärer Einrichtung

Gedacht ist das Angebot für Menschen, die wenigstens in Pflegestufe I sind. Das müssen nicht Senioren sein: Weil die Anlage so stadtnah liege, sei sie vielleicht auch für jüngere Pflegebedürftige interessant, überlegt Anna Goldstein vom Pflegedienst.

Dessen Team übernimmt die Betreuung der Bewohner: Rund um die Uhr wird immer eine Pflege- oder Hauswirtschaftskraft vor Ort sein. Gerade der Nachtdienst sei vielen Interessenten wichtig, weiß Ramona Eilers. Die Pflege- und Betreuungsleistungen könnten individuell nach Bedarf vereinbart werden. Weil sie aber gemeinschaftlich von den Bewohnern in Auftrag gegeben werden, sei es für alle günstiger. Ein großer Vorteil sei, dass es keine so enge Struktur wie in einer stationären Einrichtung gebe: Alle Bewohner könnten entscheiden, ob sie die Gemeinschaft suchen oder sich in ihre Räume zurückziehen. Auch die Angehörigen seien zum Mitgestalten eingeladen.

Wohnungen sollen im Herbst bezugsfertig sein

Angedacht ist, den Gemeinschaftsraum für kleinere kulturelle Veranstaltungen wie Lesungen oder Musikdarbietungen zu nutzen, ergänzt Dietrich Beverborg: „Wir verstehen uns nicht nur als Vermieter, sondern auch als Organisatoren.“

Bezugsfertig sein sollen die Wohnungen im „Utspann“ im Herbst. Der Name sei ein Vorschlag aus der Nachbarschaft, von Ursel und Gert Teerling, verrät Dietrich Beverborg: „Wir wollten, dass die Anlage einen Namen hat, damit sich die Mieter damit identifizieren.“

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