Schwere, atmosphärische Sounds

„Shaktyor“ im Jugendzentrum: „Reinfallen und wegtragen lassen"

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Instrumentalen Post Metal spielen „Shaktyor“ aus Hamburg am 25. Januar im Sulinger Jugendzentrum „JoZZ“. 

Sulingen – Für Samstag, 25. Januar, verspricht Organisator Werner Focke den Konzertbesuchern im Sulinger Jugendzentrum „JoZZ“ einen Abend „für Freunde von wenig Licht, viel Nebel und viel Bassgebrummel“: Unter dem Motto „End Of Days“ treten „Shaktyor“ (Post Metal, Sludge) aus Hamburg, „Ur“ (Doom, Post Metal) aus Leipzig und „Ebbe“ (Black Metal) aus Bremen auf.

Im Vorfeld beantwortet Chris, Gitarrist des Trios „Shaktyor“, per E-Mail die Fragen unseres Redakteurs Harald Bartels.

Der Auftritt am 25. Januar ist bereits das dritte Gastspiel nach 2018 und 2019 in der Region. Wie kommt es, dass eine Band aus der Großstadt Hamburg so regelmäßig hier in der niedersächsischen Provinz zu erleben ist?

Zu einem großen Teil liegt das natürlich an Werner Focke. Wir haben uns 2017 bei einem Konzert in Münster kennengelernt und seitdem ist er hinter uns her, hahaha. Ich meine, ich glaube ja auch nicht, dass wir noch mal bei jemand anderem auf der Silberhochzeit spielen werden.

Schauplatz ist wieder das „JoZZ“ – kommt ihr gerne hierher zurück?

Total gerne, klar! Grundsätzlich sind Läden wie das „JoZZ“ schon unsere Welt. Kleine Clubs, mit viel ehrenamtlichem Engagement geführt und mit einem Stammpublikum, das offen ist, sich auch Dinge anzusehen, die sie nicht kennen. Und damit meine ich nicht nur unbekannte Bands, sondern auch stilistisch eher außergewöhnliche Sachen wie uns. Das geht nicht überall, es gibt Ecken in Deutschland, da geht solche Musik gar nicht und andere Ecken, da hast Du in jeder zweiten Kleinstadt einen Laden, wo Bands wie wir spielen können.

Aber es ist halt auch nicht überall so wie in Sulingen, dass man so herzlich aufgenommen und versorgt wird, das hat uns schon sehr gefallen. Wenn wir irgendwo zum ersten Mal spielen, wissen wir oft nicht, was uns erwartet, manchmal funktioniert es auch gar nicht, aber im „JoZZ“ hat es gepasst.

Das Konzert wird der 20. gemeinsame Auftritt mit „Ur“. Was verbindet euch?

Die Lust an zu laut aufgerissenen Verstärkern, höhö... Unsere Musik ist ja tatsächlich recht unterschiedlich, auch wenn wir uns beide wohl schon in die gleiche Schublade Doom oder Post Metal einordnen. Uns beiden kommt es aber sehr darauf an, dass unsere Songs Atmosphäre verbreiten, sich beim Hörer Bilder zur Musik einstellen, auch ohne (viele) Worte. Wir sind auf jeden Fall „Ur“-Fans und ich glaube, das beruht ein bisschen auf Gegenseitigkeit.

Ich glaube, wir haben 2014 die ersten gemeinsamen Konzerte gespielt und verstehen uns immer wieder super, das ist nicht mit allen so. Von einem Auftritt zum anderen ist man ja doch häufig ‘ne ganze Zeit unterwegs und da ist es schon cool, wenn man sich was zu erzählen hat. Wir profitieren auch oft voneinander, weil wir jeweils unsere Verbindungen zu Clubs nutzen, die die anderen nicht haben, um dann gemeinsame Konzerte zu spielen.

Für die noch Uneingeweihten: Wie beschreibt ihr euren Musikstil?

Wir spielen schwere, atmosphärische Musik mit deutlichem Bezug zum Metal, was zum Beispiel den Gitarrensound und die Riffs angeht. Allerdings entwickeln sich unsere Songs eher in langsamen Spannungsbögen als in klassischen Rockmusik-Schemata. Man kann sich reinfallen und wegtragen lassen, um dann auch immer wieder zum Headbangen getrieben zu werden. Hört es Euch an!

Wie sehen die weiteren Pläne für das Jahr 2020 aus?

Pläne in dem Sinne haben wir nicht, dazu haben uns unsere privaten Themen in den vergangenen Jahren zu oft Striche durch die Rechnungen gemacht. Wir versuchen aber tatsächlich, so viel neues Material zu schreiben, dass wir zum Jahresende endlich mal wieder ins Studio gehen und unsere dritte Platte aufnehmen können. Ansonsten werden wir wohl mal wieder ein paar mehr Konzerte spielen, die Show in Sulingen ist die vierte im Januar, schließlich haben wir unser zehnjähriges Bandjubiläum – und das will doch gefeiert werden!

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