Ab November neues Angebot Hausabendmahl in Sulingen und Schwaförden

Schwarzbrot statt Oblate

Zum Hausabendmahl besuchen Pastorin Juliane Worbs und Pastor Benjamin Fütterer die Familien zuhause – nach Anmeldung.
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Zum Hausabendmahl besuchen Pastorin Juliane Worbs und Pastor Benjamin Fütterer die Familien zuhause – nach Anmeldung.

Sulingen/Schwaförden – Das Abendmahl ist eines der wichtigsten Rituale der christlichen Gemeinschaft – doch seit Ausbruch der Corona-Pandemie wird es nicht mehr im Gottesdienst gefeiert. „Das Bedürfnis nach dem Abendmahl ist aber da“, sagt Pastorin Juliane Worbs von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Sulingen. Daher bietet sie, gemeinsam mit ihren Pastorenkollegen Gerald Engeler und Benjamin Fütterer, ab November ein Hausabendmahl an.

Anfang des Jahres habe sich der Kirchenvorstand darauf verständigt, auch Kinder zum Abendmahl zuzulassen, und am 1. März sei es in dieser Form im Gottesdienst gefeiert worden – „zum ersten und letzten Mal bisher“, stellt die Pastorin fest. In der Kirche ist es seither nicht mehr möglich, weil die Hygienebestimmungen nicht eingehalten werden könnten.

Auf der Suche nach Alternativen habe sie sich an die Hausabendmahle erinnert, die sie im Vikariat bei Pastor Eckhart Schätzel in Lemförde kennengelernt, wo an Gründonnerstag bei den Menschen zuhause gefeiert werde.

Das Abendmahl sei wichtig für den Glauben, betont die Pastorin: „Abendmahl heißt, an den Tisch des Herrn zu kommen, Gott nahe zu sein.“ Neben dem Gefühl der Gemeinschaft gehe es auch um das Empfinden, dass das, von dem immer gesprochen wird, auch für einen ganz persönlich gilt, und schließlich verbinde sich mit dem Abendmahl auch, um Vergebung zu bitten und sie zugesprochen zu bekommen.

Das soll künftig auch in den eigenen vier Wänden möglich sein: Vorerst geplant sind dafür der 18. November, der 16. Dezember, der 20. Januar und der 17. Februar. An diesen Tagen besuchen die drei Pastoren Haushalte in Sulingen und den Ortschaften sowie unter Umständen auch in Schwaförden und Scholen. Pro Tag soll es für jeden der drei Seelsorger elf Termine geben; Interessierte sollten sich dafür bis zum jeweiligen Freitag davor anmelden.

Die Treffen würden im Halbstundentakt vergeben, erläutert Juliane Worbs: Die Gastgeber sollten für sich und ihre Gäste Brot auf Tellern und Traubensaft oder Wein in Gläsern bereitstellen, „wer mag, kann auch eine Kerze anzünden.“ Beim Brot gebe es keine besonderen Vorgaben: „Es geht auch Schwarzbrot oder eine übrig gebliebene Backoblate – dem Geschmack sind da keine Grenzen gesetzt.“ Für die Pastoren müsse nicht eingedeckt werden – „wir bringen uns selbst Brot und Traubensaft mit.“ Die Zeremonie beginne mit einer kurzen Andacht, dann werde das Abendmahl eingesetzt und ein Gebet gesprochen; Gesang ist weiterhin untersagt. „Nach 20 Minuten sind wir wieder weg, und die Menschen bleiben gestärkt vom Abendmahl zuhause.“

Die Zahl der Teilnehmer ist auf neun beschränkt, aber das Abendmahl werde auch in kleineren Gruppen gefeiert. „In der Bibel heißt es: ,Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen‘, und wenn ich einen Menschen besuche, dann sind wir ja schon zu zweit.“

Für das Hausabendmahl anmelden können sich Gastgeber im Büro der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde in Sulingen (Lindenstraße 4).

„Ich bin gespannt, wie es angenommen wird“, sagt Juliane Worbs. Bislang sei das Hausabendmahl selten angefragt worden – aber an den Feiern im Gottesdienst hätten immer zwischen 100 und 120 Personen teilgenommen.

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