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Schulkonzertneustart Sulinger Gymnasiasten erntet herzlichen Applaus

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Von: Martina Kurth-Schumacher

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„What a Wonderful World“ spielten Orchester, Bigband und Bläser-AG gemeinsam.
„What a Wonderful World“ spielten Orchester, Bigband und Bläser-AG gemeinsam. © Kurth-Schumacher

Sulingen – Zehn Bläserinnen und Bläser der 6a eröffneten das Schulkonzert des Gymnasiums Sulingen am Freitagabend mit dem Largo aus Antonin Dvoraks „Sinfonie aus der neuen Welt“, Orchester, Bigband und die Bläser-AG (Jahrgangsstufe 7) verabschiedeten das Publikum gemeinsam mit dem Song „What a Wonderful World“ (Bob Thiele und Georg David Weiss). Dazwischen lagen drei kurzweilige Stunden, in denen schulische Musikgruppen und Solisten Musik aus den Bereichen Klassik, Jazz, Rock und Pop präsentierten.

Fachschaftsleiter Georg Biermann begrüßte die Zuhörer nach zwei Jahren „Abstinenz“ zur 35. Auflage der Traditionsveranstaltung. Die vom Lockdown und von strengen Auflagen im Teillockdown geprägten Jahre hätten die Aktivitäten erschwert: „Musizieren galt als unmittelbare Gefahr. Die Einschnitte waren notwendig und richtig, aber sie taten weh.“ Üben in Kleingruppen oder mit großen Abständen sei Normalität gewesen; dennoch habe man Anfang des Schuljahres die Planung für das Konzert aufgenommen, die Durchführung sei Schülern und Lehrern ein tiefes Bedürfnis gewesen.

Insgesamt waren rund 60 Schülerinnen und Schüler als Akteure auf und hinter der Bühne beteiligt, etwa halb so viele wie in der Vergangenheit. Angesichts der langen Pause war eine „Staffelübergabe“ nicht möglich, alle Musikgruppen begannen im Grunde bei „Null“. Georg Biermann äußerte die Hoffnung, dass die Schulkultur wieder aufblüht: „Das Konzert ist nicht der Anfang einer neuen Zukunft, sondern das Ergebnis dessen, was unter den Umständen möglich war.“

Auftritt der Rockband des Gymnasiums.
Auftritt der Rockband des Gymnasiums. © Kurth-Schumacher

Neben den Bläserensembles der Jahrgangsstufen 6 und 7 waren Orchester, kleine und große Bigband, Rockband sowie Singklasse und Chor an der Gestaltung des Abends beteiligt. Drei Programmpunkte bestritten die ambitionierten Nachwuchstalente Jenny Denisow, Emily Ockert und Finjas Neumann als Solisten am Flügel. Das musikalische Spektrum war wie gewohnt breit gestreut: Neben klassischen Werken brachten die Ensembles auch Rockhits von Michael Jackson („Thriller“), Europe („The Final Countdown“) oder Metallica („Enter Sandman“) zu Gehör, die die Musikpädagogen für die jeweilige Besetzung passend arrangiert hatten.

Ein neues Format zeigten Sängerklasse und Chor. In kleiner Besetzung präsentierten sie, „halbplayback“, rhythmisch anspruchsvolle Songs von John Lennon, „Coldplay“ und Johannes Oerding. Mit dem Liedtext von Felix Kummer „Die Menschen sind schlecht und die Welt ist am Arsch, aber alles wird gut“ brachten sie die Emotionen auf den Punkt, die offensichtlich bei Planung und Programmgestaltung Pate gestanden hatten.

Das Publikum im nicht voll besetzten Stadttheater wusste die Leistungen zu schätzen, auch wenn sich der „Höher-schneller-weiter“-Trend vergangener Jahre nicht fortsetzte. Der Applaus für die einzelnen Beiträge war euphorisch und herzlich wie selten – auch die guten Geister hinter den Kulissen erhielten ihren spontanen Beifall für schnelle und reibungslose Umbauten der Bühne.

Stolz und Erleichterung sprach aus den Gesichtern der Schülerinnen und Schüler und den Minen von Georg Biermann, Dr. Sven Ehlers, Liga Kravale-Michelsohn und Marc-Stefan Thews (Leitungsteam). Leonie Schmidt, Hanna Freyer und Maren Langhang zollten allen Beteiligten Lob für ihre Unterstützung und bedankten sich bei den Lehrkräften vor versammelter Mannschaft mit Blumen und persönlichen Ansprachen für ihr Engagement. Vom Publikum verabschiedeten sie sich mit den Worten: „Wir hoffen, es hat Euch so viel Spaß gemacht wie uns.“ Die Resonanz gab ihnen Rückenwind: „Endlich wieder Schulkonzert! Es war großartig.“

Die jüngsten Akteure: die Bläserklasse 6a.
Die jüngsten Akteure: die Bläserklasse 6a. © Kurth-Schumacher

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