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Schützenverein Groß Lessen plant Jubiläum „ins Blaue hinein“

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Von: Harald Bartels

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In der Vereinschronik blättern Präsident Dieter Mühlenhardt, der amtierende Schützenkönig Wilfried Post und Pressewart Detlef Mohrmann (von links).
In der Vereinschronik blättern Präsident Dieter Mühlenhardt, der amtierende Schützenkönig Wilfried Post und Pressewart Detlef Mohrmann (von links). © Bartels

Groß Lessen – In diesem Jahr wird der Schützenverein Groß Lessen 100 Jahre alt – und das soll gefeiert werden. Trotz aller Unsicherheiten, die die Corona-Pandemie nach wie vor liefert, treibt der Vereinsvorstand die Vorbereitungen voran.

„Die Planungen laufen eigentlich schon seit zwei Jahren“, sagt Vereinspräsident Dieter Mühlenhardt. Man habe sich aber nie sicher sein können, ob das Fest wirklich gefeiert werden kann: „Im Januar war ich noch nicht überzeugt, dass wir feiern können, aber nach den beschlossenen Lockerungen ist der Entschluss gefallen.“

„Wir planen so ein bisschen ins Blaue hinein“, ergänzt Pressewart Detlef Mohrmann. Nicht nur die dann – im Juni – geltenden Auflagen sind trotz ständigen Kontaktes zum Landkreis Diepholz noch unklar, auch über die zu erwartende Resonanz lässt sich noch keine Aussage treffen. Zu privaten Feierlichkeiten 2021 seien die Leute gekommen, weil sie persönlich eingeladen waren, so Mühlenhardt, aber „das ist eine öffentliche Veranstaltung, und wir wissen nicht, was auf uns zukommt.“

Im Vorstand sei man sich aber einig, betont der Präsident, „und man hört auch im Dorf: Die wollen feiern.“ Wichtig sei aber, dass es keine Veranstaltung sein dürfe, bei der nur am Tisch gesessen werden kann, denn „wenn man nicht tanzen und an der Theke stehen darf, ist es auch kein Schützenfest.“

„Für den Festwirt ist es auch nicht einfach“, merkt Mohrmann an. Er habe ähnliche Probleme wie der Schützenverein Rathlosen, der sein Jubiläum eine Woche vor den Groß Lessenern feiern möchte: „Die Bedienungen fehlen, und die Zelte werden auch teurer.“ Auf ein größeres Zelt als sonst habe man verzichtet, stattdessen werde der Saal des Gasthauses Husmann mit genutzt.

Die Planungen sehen vor, dass die Feierlichkeiten am Freitag, 3. Juni, beginnen. Angedacht ist, dass 17 Gastschützenvereine aus dem Umland und die örtlichen Vereine auf dem Sportplatz empfangen werden. Von dort soll, begleitet von drei bis vier Spielmannszügen, gemeinsam zum Gasthaus marschiert werden, zum Jubiläumsfestakt im Zelt. Im Anschluss soll ein DJ für Stimmung sorgen.

Für Samstag, 4. Juni, plant Jens Fischer vom Gasthaus Husmann eine eigene Veranstaltung und am Pfingstsonntag, 5. Juni, steht das eigentliche Schützenfest mit befreundeten Vereinen an, wobei eine Band für den Party-Faktor gebucht ist.

Das Königsschießen wird wegen des Jubiläums in Rathlosen um eine Woche vorgezogen, sodass der amtierende Titelträger Wilfried Post das Schützenfest wieder „im Glied“ feiert. Überlegungen, seine Amtszeit einfach noch um zwei Wochen zu verlängern, weist er zurück: „Drei Jahre als König sind genug.“ Kinder- und Jugendmajestät bekommen ihre Königsscheiben bereits im Vorfeld, die „große“ Majestät erhält sie beim Schützenfest.

Auf ein sonst übliches Pokalschießen für die Gastvereine verzichte man, weil das schon im März durchgeführt werden müsste, erklärt Mühlenhardt – das sei mit Abstand im Schießstand nicht möglich. Auch eine gedruckte Chronik werde es nicht geben, sondern für den Freitag werde eine „Bilderchronik“ vorbereitet, die per Beamer durchlaufe. „Das hatten wir vor einigen Jahren schon beim Schützenfest, und das kam gut an.“

Ausführlich werden die Details bei der in den April verschobenen Mitgliederversammlung vorgestellt, kündigt Detlef Mohrmann an. Mit Kritik rechne er nicht, denn: „Es soll eine Gelegenheit sein, sich zu treffen und Spaß zu haben.“ Und was passiert, wenn die Umstände doch keine Feier zulassen? „Das Jubiläum wird nicht in diesem Rahmen nachgeholt“, stellt Mühlenhardt klar, „wenn wir das so nicht feiern können, machen wir etwas in kleinerem Rahmen.“

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