Kirchengemeinde lässt Rasenreihengräber umgestalten

Schritt eins zu modernerem Friedhof in Sulingen

Eine Frau beobachtet, wie zwei Männer auf einem Gräberfeld arbeiten.
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Ziel ist ein ansehnlicherer Ort der Trauer: Heike Teerling vom Friedhofsausschuss schaut bei Bastian Landwehr und Thomas Höfener (von links) vorbei, die das Reihengräber-Areal umgestalten.

Sulingen – Die Rasenreihengräber am nordöstlichen Rand des kirchlichen Friedhofs in Sulingen sind aktuell kein Ort der Einkehr: Seit Anfang des Monats wird das Gräberfeld neu gestaltet.

„Ein Ort der Trauer soll ansehnlich sein“, sagt Heike Teerling, Mitglied des Friedhofsausschusses des Kirchenvorstands der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Sulingen. Das sei bei den 2004 angelegten Rasenreihengräbern nicht mehr gegeben gewesen: Der Boden sei sehr sandig und im Laufe der Zeit uneben geworden, die Rasenfläche schlecht bewachsen gewesen.

Daher hat der Kirchenvorstand die Umgestaltung in Auftrag gegeben: Die bisher einzeln auf der Fläche liegenden Grabplatten mit den Daten der Verstorbenen werden in drei Beeten zusammengefasst, die jeweils eine steinerne Umfassung erhalten. Zwischen den Beeten werden Blühstreifen angelegt mit bienenfreundlichen Stauden, darunter Storchenschnabel, Gänsekresse, Stachelnüsschen, Schleifenblume oder Sandthymian. Die Grabplatten werden vom Sulinger Steinmetzunternehmen Richter an ihren Platz versetzt, während die übrige Gestaltung vom Team der Gärtnerei Höfener aus Varrel vorgenommen wird.

Kirchenvorstand will modernere Grabanlagen schaffen

Die Arbeiten, für die der Kirchenvorstand „einen vierstelligen Betrag“ investiere, sollen in spätestens drei Wochen abgeschlossen sein. Die Anlage werde vom Friedhofsgärtner mit gepflegt, so Heike Teerling. Künftig wolle man verstärkt darauf achten, dass kein Grabschmuck auf den Grabplatten liegt.

Diese Umgestaltung sei aber nur der erste Schritt hin auf dem Weg zu einem moderneren Friedhof. Die Tendenz gehe zu kleineren, pflegeleichteren Grabstellen, da die Angehörigen oft nicht mehr vor Ort wohnen. Aktuell sei ein Konzept in Arbeit für Urnengräber mit Blumenschmuck. „Wir hoffen, dass wir das erste Grab noch in diesem Jahr präsentieren können.“ Darüber hinaus sei eine neue Friedhofsordnung seit dem 1. Januar in Kraft: Danach sei die Neuanlage von Grabstellen als reine Kiesgräber oder mit Grabplatten abgedeckt untersagt, weil damit zu viel Boden versiegelt werde.

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