Anja Kuhlmann ist die erste pädagogische Fachberaterin der Stadt Sulingen

„Schnittstelle“ zwischen Kitas und Trägern

Die neue pädagogische Fachberaterin Anja Kuhlmann (links) mit Fachbereichsleiterin Birgit Dullin.
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Die neue pädagogische Fachberaterin Anja Kuhlmann (links) mit Fachbereichsleiterin Birgit Dullin.
  • Harald Bartels
    vonHarald Bartels
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Sulingen – Anja Kuhlmann ist seit dem 1. Mai im Amt als pädagogische Fachberaterin der Stadt Sulingen. Was macht eine pädagogische Fachberaterin? „Das auf den Punkt zu bringen, ist schwierig“, sagt sie selbst.

Die gebürtige Diepholzerin, Jahrgang 1968, war nach einer Ausbildung zur Erzieherin tätig in der Kindertagesbetreuung, bevor sie für 15 Jahre nach Dinklage wechselte – in die Frühförderung und Entwicklungsberatung. Dabei habe sie zahlreiche Zusatzqualifikationen erworben, bevor sie, mittlerweile Heilpädagogin mit der Zusatzqualifikation der systemischen Familienberatung, in den Fachdienst Jugend des Landkreises Diepholz wechselte, gibt sie Einblick in ihre Berufslaufbahn. Dort baute sie das mobile Beratungsteam für die Kindertagesbetreuung mit Sitz in Syke mit auf und gehörte ihm in den vergangenen fünf Jahren an.

Ihre Aufgabe sei es, zwischen den Einrichtungen und den Trägern zu vermitteln – wobei sie die pädagogische Position vertrete, so Kuhlmann. Dabei sei sie keinesfalls eine Kontrollinstanz für die Kindertagesstätten, sondern sie verstehe sich als Impulsgeberin für Veränderungen und als Wegbegleiterin bei Prozessen, sei es bei der Qualitätssicherung, bei pädagogischen Fragen, bei der Teambildung oder bei der Fortschreibung von Konzepten sowie beim Schaffen einheitlicher Rahmenbedingungen. „Die unterschiedlichen Sichtweisen von Pädagogik und Verwaltung abzugleichen und auf eine gemeinsame Blickrichtung zu bringen, das ist das Spannende“, sagt die Fachberaterin.

Ziel sei es, Transparenz zu schaffen und ein kooperatives Miteinander, auch der Einrichtungen untereinander: „Gerade in der Coronakrise wurde noch einmal deutlich, wie wichtig der ständige Austausch ist.“ Wichtig sei dabei auch die trägerübergreifende Vernetzung: Es gebe kurze Wege zum Landkreis Diepholz, um Informationen einzuholen oder die Frage gegebenenfalls weiterzuleiten.

„Für uns war eine Schnittstelle mit pädagogischem Background wichtig“, erläuter Birgit Dullin, Leiterin des Fachbereichs Allgemeines und Soziales der Verwaltung. Nach dem Gesetz über Tageseinrichtungen für Kinder müssen die Träger eine fachliche Beratung der Mitarbeiter anbieten. Bisher habe das, wie im Gesetz vorgesehen, das Jugendamt übernommen, aber die Einrichtungsleitungen hätten die Besetzung der neuen Position eingefordert und „mit dem Wachsen der Kitalandschaft sind wir an einem Punkt angekommen, wo es ohne diese Stelle nicht mehr geht.“

Bedingt durch Corona sei ihr Start anders verlaufen, als geplant, berichtet Anja Kuhlmann, aber sie habe jede Einrichtung bereits besucht, werde auch bei den Dienstbesprechungen dabei sein, um die mehr als 90 pädagogischen Fachkräfte in den Sulinger Kindertagesstätten kennenzulernen. „Ich bin gerne dort, so bekommt man ein besseres Gefühl für die Atmosphäre.“

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