Schulzeit an der Oberschule Varrel wird neu strukturiert

„Schmökern“ in der Schule

Hanna (l.) und Jarne gefallen die „Wackelstühle“ in der Schulbibliothek ganz gut für das gegenseitige Vorlesen. - Foto: S. Wendt

Varrel - Start und Ende der Schulstunden an der Oberschule Varrel sind unverändert – doch für die Zeit dazwischen gibt es Veränderungen. Der Unterricht findet jetzt in Doppelstunden zu 80 Minuten statt, pro Block addieren sich so zehn Minuten zu insgesamt 40 Minuten am Tag – die neu verplant wurden.

Die Umstellung von den herkömmlichen 45-Minuten-Stunden auf Doppelstunden ist für die Hauptfächer bereits vor diesem Schuljahr erfolgt. So habe man mit diesen Blocks mehr Zeit geschaffen, um Arbeiten in diesen Fächern zu schreiben oder aufwendigere Projekte durchführen zu können, erklärt Konrektorin Carola Labbus.

In der jetzt weiter modifizierten Version ergibt der Stundenplan für die fünf Schultage der Woche durch die zusätzliche Zeit eine Chance – auf eine Einheit Mathe-Förderunterricht, eine Einheit für Deutsch, zwei Einheiten bestreiten die Klassenlehrer in ihren Klassen und eine Einheit wird in unterschiedlichen Arbeitsgemeischaften, klassenübergreifend, verbracht. Zum Beispiel im neuen Leseförderprojekt, dass das Kollegium bereits länger in der Planung hatte und mit einer Sonderspende der Kreissparkasse aus dem „Jubiläums-Topf“ in Höhe von 1 000 Euro nun die Bestände der Schulbibliothek um etliche Leseexemplare für die verschiedenen Interessen und Altersstufen an der Oberschule Varrel kräftig aufstocken konnte.

„Schmökern“ steht also nun auf dem Stundenplan. „Und die Kinder lieben es“, erklärt Carola Labbus. Es liest nicht jeder für sich allein: Gelesen wird im Duo. Einer liest vor, der genießt und hört zu. Die Bücher werden nicht mit nach Hause genommen, weiter geht es erst wieder in der Lese-Einheit.

Aktuell besuchen 214 Schülerinnen und Schüler, aufgeteilt auf zwölf Klassen, die Oberschule Varrel. Es lesen nicht alle Stufen am selben Tag, daher kann es passieren, dass gleich mehrere Lesezeichen in einem Buch stecken.

Man müsse nicht eine bestimmte Zahl an Büchern lesen, sagt Labbus. Aber letztlich wollen die Mädchen und Jungen doch wissen, wie es weiter- bzw. ausgeht und sind flott beim nächsten Buch. Die Leseförderung führt Labbus übrigens im regulären Untericht weiter: alle Arbeitsblätter werden gemeinsam vorgelesen.

Die „Schmökerecken“ suchen sich die Schüler auf dem gesamten Schulgelände, das schöne Spätsommerwetter genossen viele gerne auch unter freiem Himmel auf dem Schulhof. Der übrigens bei Schülern und Lehrern gleichermaßen auf der Liste steht: Die Umgestaltung sei in Planung. Nach dem Umzug der Grundschüler nach Kirchdorf wäre eine altersgerechte Gestaltung der nächste Herzenswunsch. 

sis

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