Schließungsgerüchte um Klinik Sulingen

Rauschkolb warnt vor Spekulationen

Nimmt Stellung zu den Schließungsgerüchten um die Klinik Sulingen: Bürgermeister Dirk Rauschkolb.
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Nimmt Stellung zu den Schließungsgerüchten um die Klinik Sulingen: Bürgermeister Dirk Rauschkolb.

Sulingen - Im Sulinger Rathaus hat die Verwaltungsspitze die neuesten Gerüchte um eine mögliche Schließung der Klinik Sulingen der Alexianer im Landkreis Diepholz mit Unverständnis zur Kenntnis genommen. „Wir stehen dem etwas sprachlos gegenüber“, sagte am Mittwoch Bürgermeister Dirk Rauschkolb gegenüber der Redaktion. „Da sind Dinge genannt, die wir so nicht kennen.“ Die Geschäftsführung der Alexianer fordert Rauschkolb zu mehr Transparenz auf. In der Mittwochsausgabe hatte die Sulinger Kreiszeitung über Befürchtungen der Mitarbeiter der Sulinger Klinik berichtet, nach denen eine Verlagerung „ihrer“ Abteilungen nach Bassum schon beschlossene Sache sei.

Dirk Rauschkolb wehrt sich gegen Vorwürfe, dass sich die Stadt nicht um eine Sicherung des Klinik-Standortes Sulingen bemühe: „Wir, die Bürgermeister des Sulinger Landes, stehen im ständigen Kontakt mit den örtlichen Kreistagsabgeordneten, um auf dem Laufenden zu bleiben und gegebenenfalls Maßnahmen zu ergreifen.“

Sulingens Bürgermeister mit Blick auf das Gutachten, das der Landkreis Diepholz als Minderheitengesellschafter des Klinikverbundes in Auftrag gegeben hat und gegebenenfalls als Grundlage für strategische Überlegungen nutzen wird: „Das Gutachten liegt noch nicht vor; insofern gibt es auch noch keine Strategie-Überlegungen – soweit wir das als Zaungäste beurteilen können.“

Bürgermeister Rauschkolb nimmt die Ängste der Mitarbeiter der Klinik ernst: „Wir werden alles in unserer Macht liegende tun, damit es in Sulingen weiter ein Krankenhaus geben wird.“

Dem Gutachten, das am 10. April nicht öffentlich im Kreisausschuss vorgestellt werden soll, sieht er gelassen entgegen: „Wenn man den Raum in Gänze betrachtet, dabei auch die Rahmenbedingungen, braucht der Standort Sulingen ein Krankenhaus.“

Rauschkolb warnt davor, bloßen Gerüchten zu viel Spielraum einzuräumen; etwa in der Form von Verlautbarungen, nach denen die Sulinger Abteilungen nach Bassum verlegt werden würden und die Psychiatrie damit am Standort Twistringen verbleiben könne. „Das kommt ja schon einer Vorwegnahme von Entscheidungen gleich und ist dem ganzen Prozess sicherlich nicht dienlich.“

oti

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