„Schlicht ist auch ganz schön“

Projektgruppe „Tapetenwechsel“ macht sich an den Masterplan

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Dienstagabend in der Alten Bürgermeisterei: Oliver Christen, Philipp Leymann, Rita Mohrmann und Matthias Kolhoff (von links).

Sulingen - Fünf in Form und Farbgebung unterschiedliche (Werbe-)Aufsteller auf einer Fläche von acht Quadratmetern, Eichenpfosten zur Aufteilung von Verkehrsräumen, von denen der Lack nicht erst seit gestern ab ist, Bankelemente, die schon bessere Tage gesehen haben.

Matthias Kolhoff warf am Dienstagabend während der Zusammenkunft der von „Initiative“ und Arbeitsgruppe Wohlfühlstadt des Bürgerbeteiligungsprozesses „Wir sind Sulingen 2.029“ gebildeten Projektgruppe „Tapetenwechsel“ Bilder an die Wand. „Vieles ist ihrer Stadt sehr gut gelungen“, sagte der Landschaftsarchitekt aus Vechta. „Bunte Vielfalt ist ein Schlagwort, schlicht ist aber auch ganz schön.“

Die Kirche als Landmarke

Rita Mohrmann, Sprecherin der Arbeitsgruppe Wohlfühlstadt, und Philipp Leymann, Vorsitzender der „Initiative“, hatten nach dem August-Treffen der Projektgruppe einmal mehr für die Fortschreibung des Projektes Expertenrat nachgefragt. Matthias Kolhoff war auf Empfehlung des Diepholzer Lichtplaners Oliver Christen nach Sulingen gekommen. Christen hatte den Mitarbeitern der Projektgruppe während der letzten Sitzung empfohlen, zur Attraktivitätssteigerung des Innenstadtbereiches einen Masterplan zu entwickeln, deren Einzelmaßnahmen nach und nach abgearbeitet werden könnten; je nach Bedarf und Verfügbarkeit von Ressourcen. „Wichtig ist, dass sich alle Beteiligten hinter diesem Plan versammeln“, hieß es am Dienstagabend aus der Gruppe. „Rat, Verwaltung, aber auch die Anlieger der Langen Straße.“

Zu den Anliegern zählt die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Sulingen. Für die bestätigte Dr. Dietrich Beverborg, dass man derzeit über die Illumination der Sankt-Nicolai-Kirche nachdenke. „Insofern sind wir gern bereit, unsere Gedankengänge mit in ein Gesamtkonzept einzubringen.“ Was Lichtplaner Christen und Landschaftsarchitekt Kolhoff begrüßen. Matthias Kolhoff: „Die Kirche ist in ihrer Stadt eine echte Landmarke.“

„Eine Art Alleinstellungsmerkmal entwickeln“

Hatte Oliver Christen während der August-Sitzung der Projektgruppe über Beleuchtungssituation und mögliche Illuminationen gesprochen, nahm Kolhoff am Dienstag die Freiluftplanung in das Visier; neben der Ausstattung der Langen Straße unter anderem mögliche Aufenthaltsflächen. „Echte Pfunde“, sagte der Landschaftsarchitekt. „Machen sie etwas daraus.“

Die Angehörigen der Projektgruppe verabredeten sich für den 18. Oktober zu ihrem nächsten Treffen. „Dann geht es darum, die bisherigen Erkenntnisse zusammenzutragen“, erläuterte Philipp Leymann. Rita Mohrmann: „Und darum, daraus die Grundanforderungen an einen Masterplan zusammenzuschreiben.“ Mit einfließen in den Masterplan müssten laut Gunter Koop (Arbeitsgruppe Wohlfühlstadt) auch erste Ansätze für Marketingmaßnahmen und die Bespielung der Langen Straße mit Aktionen. „Schließlich geht es darum, für Sulingen eine Art Alleinstellungsmerkmal zu entwickeln“, formulierte der SPD-Kommunalpolitiker.

Neben den beiden Experten, Rita Mohrmann, Philipp Leymann, Dr. Dietrich Beverborg und Gunter Koop beteiligten sich am Dienstag Mario Pschunder, Markus Liebs und Helmut Weiß (alle Arbeitsgruppe Wohlfühlkstadt) sowie Bürgermeister Dirk Rauschkolb an den Diskussionen.

oti

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