Haus am Suletal: Mitglieder aller sechs Ortsfeuerwehren der Stadt nutzen zum Abriss bestimmten Gebäudeteil zum Üben

Von Schlauchmanagement bis Türen aufbrechen

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Die Atemschutzgeräteträger trainieren mit reichlich „Disconebel“, sich in verqualmten Räumlichkeiten praktisch blind zu orientieren.

Sulingen - Unter realistischen Bedingungen die Brandbekämpfung und Menschenrettung üben zu können, bedeutet im Idealfall auch, nicht zimperlich sein zu müssen – schließlich kann es im Ernstfall auf Sekunden ankommen.

Im älteren Gebäudeteil der Senioreneinrichtung Haus am Suletal sieht es am Samstagnachmittag stellenweise aus, als wären „Vandalen“ eingefallen: Türen sind aufgebrochen, auf Fluren stehen große Wasserpfützen. „Hier geht es um das Schlauchmanagement in Gängen und Treppenhäusern“, erläutert Ortsbrandmeister Ralf Schröder von der Ortsfeuerwehr Sulingen, „wie man die Wasserversorgung herstellt, ohne Stolperfallen aufzubauen.“ Zwar heißt es nicht wirklich „Wasser marsch“, aber die Schläuche stehen unter Druck und beim Kuppeln wird es nass. Allerdings deutlich weniger, als er gedacht hatte, stellt Ralf Schröder anerkennend fest: „Wir wollen ja auch bei Einsätzen Schäden durch Löschwasser möglichst gering halten.“

Feuerwehrübung in Sulingen

60 Mitglieder aus den sechs Ortsfeuerwehren der Stadt Sulingen trainieren unter Anleitung von sieben Ausbildern für den Ernstfall in einem großen Objekt mit vielen Personen darin. Eine seltene Chance: Weder Ralf Schröder noch Stadtbrandmeister Heinfried Melloh, die die Übung verfolgen, können sich an eine ähnliche Gelegenheit erinnern, ihr Dank gilt der Leitung des Hauses am Suletal. Mehrere Stationen sind eingerichtet, beispielsweise koordiniert das Team des Einsatzleitwagens die Übung. Die Atemschutzgeräteträger machen sich damit vertraut, wie sie Kräften aus ihren Reihen bei einem Notfall im Einsatz helfen können, trainieren mit reichlich „Disconebel“, sich in verqualmten Räumlichkeiten praktisch blind zu orientieren.

Die Axt und ein spezielles Brecheisen kommen zum Einsatz, um verschlossene oder klemmende Türen zu öffnen. Nicht überall kann die Drehleiter eingesetzt werden, der Aufbau der Leitern, die in den Einsatzfahrzeugen mitgeführt werden, zählt am Samstag ebenfalls zu den Aufgaben. Außerdem probieren die Feuerwehrleute Hilfsmittel für die Personenrettung aus, darunter das „Hamburger Rettungstuch“: Matratzen von Betten in Altenheimen oder Krankenhäusern, die damit ausgestattet sind, werden im Notfall zum Transportmittel, das eine Einsatzkraft allein ziehen kann.

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