„Hofgespräch“ an LGLN-Regionaldirektion Sulingen-Verden / Amtssitz bleibt

Schaefer löst Weiß ab

Geschenke gab es beim „Hofgespräch“ in Sulingen für Helmut Weiß (links), aber auch für seinen Nachfolger Thomas Schaefer (Mitte); rechts Michel Golibrzuch, Leiter des Landesamtes für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen. 
Foto: S.Wendt
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Geschenke gab es beim „Hofgespräch“ in Sulingen für Helmut Weiß (links), aber auch für seinen Nachfolger Thomas Schaefer (Mitte); rechts Michel Golibrzuch, Leiter des Landesamtes für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen. Foto: S.Wendt
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Sulingen – Mit Thomas Schaefer übernimmt ein anderes Kaliber die Leitung der LGLN-Regionaldirektion Sulingen-Verden. Einen Kopf größer als sein Vorgänger, wuchtiger, mit Vorliebe für Gin. Schaefer und Helmut Weiß eint ein Faible für Zukunftskonzepte und der Blick nach vorn. „Er ist kein Vorgesetzter, der einen Stock im Hintern hat“, kündigt Michel Golibrzuch, Leiter des Landesamtes für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen, „den Neuen“ an, der mit dem Amtsantritt in große Fußstapfen trete. Deshalb sei „der Beste unserer Leute gerade gut genug“. Schaefer trägt seine Schuhe übrigens drei Nummern größer als sein Vorgänger Helmut Weiß, indes vom selben Hersteller im Mittelzentrum.

In der offiziellen Verabschiedung gibt es kaum einen Satz ohne Lob für Helmut Weiß. Vorgänger und Nachfolger haben beide ihre Urkunden erhalten, mit Stichtag 1. Juli. Statt einer großen Feier, zu der alle zusammenkommen, reisten – pandemiebedingt –  Weiß, Golibrzuch und Schaefer über zwei Tage verteilt an vier der sechs Standorte, um sich vor Ort in „Hofgesprächen“ zu verabschieden beziehungsweise vorzustellen. Der Abschluss erfolgte am Freitag in Sulingen.

„Teamfähig und ein Netzwerker“

Golibrzuch betonte die Teamfähigkeit, das Netzwerk, das Helmut Weiß in 40 Jahren am Wohnort Sulingen und in 45 Dienstjahren gesponnen habe. Fachlich hohe Kompetenz attestierte er beiden. Schaefer musste sich indes nicht nur ausführliche Lobeshymnen über seinen Vorgänger anhören – auch ihm galten solche. Nicht nur Vorschusslorbeeren, sondern ein Ruf, den er sich nicht zuletzt in den vergangenen zwei Jahren als Leiter der Zentralen Aufgaben am LGLN-Stammsitz in Hannover angeeignet habe. Schaefer habe hier Verantwortung für Personal und Haushalt im gesamten Landesamt getragen, sei zuständig gewesen für die Koordinierung und Abstimmung fachlicher Angelegenheiten, etwa bei strittigen Fragen, der Einführung neuer Technologien oder der Entwicklung neuer Methoden.

Laut Helmut Weiß sei die Behörde im Juni 2020 auf fast dem gleichen Stand wie im Juni des Vorjahres – trotz der Pandemie. Die habe für einen kurzen Dämpfer gesorgt. Jedoch durch die Tatsache, dass mit sechs Standorten bereits ein dezentraler Aufbau existiere, ergänzt um die Nutzung von Technik und erprobter Online-Kommunikation via Skype, hätten die Mitarbeiter schnell wie gewohnt arbeiten können.

Zahl der Onlinezugriffe ist gestiegen

Der Onlinezugriff auf Katasterkarten etwa sei in den jüngsten Monaten deutlich angestiegen, ergänzte Michel Golibrzuch. Die Behörde als Dienstleister: Was einst widersinnig gewesen sei, sei heute Realität. Das LGLN verstehe sich als Partner, etwa an der Seite von Kommunen, wenn diese sich weiterentwickeln wollen. Man erstelle Leerstandsregister ebenso wie Übersichten, in denen die Versorgung der Bürger aufgezeigt wird (etwa mit Arztpraxen, Supermärkten, Pflegedienstleistern).

Der 42-jährige Schaefer wohnt in Bremen, entstammt einer „Geodäten-Dynastie“: In der Familie gibt es bereits in dritter Generation Vermessungsingenieure, das Familienunternehmen existiert über 60 Jahre. Thomas Schaefer habe sich jedoch früh für eine Laufbahn in der Vermessungs- und Katasterverwaltung Niedersachsens entschieden. Er war im Rahmen seines Referendariats im Jahr 2006 bereits in Nienburg tätig – nachdem ihn Helmut Weiß für die Behörde gewinnen konnte. Auch Sulingen habe er kennengelernt, denn Schuhe in Größe 48/50 produziere nicht jeder Hersteller.

Das „Hofgespräch“ am Freitag bot den Kollegen die Chance, sich zu verabschieden. Als Dezernatsleiter Verwaltungsaufgaben dankte Dirk Franke, als Dezenatsleiterin des Katasteramtes Nienburg war es Sabrina Franke,  als Dezernatsleiter Flurbereinigung/Landmanagement Christian Schönfelder. Als Personalvertreter verabschiedeten Ingrid Kordes (ArL) und Mario Hoffmann (LGLN) den scheidenden Leiter herzlich und hießen seinen Nachfolger ebenso freudig willkommen. Kordes überraschte mit zwei Kollegen und einem Mitarbeiterchor mit „Mein kleiner grüner Kaktus“.

Helmut Weiß dankte Monika Lull und Doris Henke für deren stete Unterstützung mit Blumen und einer Vielzahl an Kollegen für die Wegbegleitung. Ein vergoldeter Grenzstein ist eines der Geschenke, das er erhielt, seiner Bitte um Spenden für ein Schulbauprojekt in Kenia wurde ebenfalls nachgekommen.

Auf Thomas Schaefer wartet nun die Erkundung des neuen Zuständigkeitsbereiches, der ja nicht nur Sulingen und das Sulinger Land umfasst. Im Mittelzentrum jedoch bleibe der Amtssitz der Regionaldirektion, das erklärte Michel Golibrzuch nachdrücklich.

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