Einweihung der Straße „Am Bahnhof“ 

Sanierung Sulingen-Nord geht auf die Zielgerade

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Die Teilnehmer aus Rat, Verwaltung und von der bauausführenden Firma Witte aus Vorwerk öffnen gemeinsam die Absperrbaken, um die Park-and-Ride-Anlage symbolisch freizugeben. 

Sulingen - Klassischer Vorführeffekt: Bei der offiziellen Einweihung der ausgebauten Straße „Am Bahnhof“ mit der neuen Park-and-ride-Anlage im Sanierungsgebiet Sulingen-Nord unterzieht Uwe Overhoff am Mittwochnachmittag die verschließbaren Fahrradboxen einem ersten Praxistest – und irgendwie klemmt’s, der Lenker des Drahtesels scheint einen Hauch zu hoch zu sein.

Sein Stadtratskollege Sebastian Bönsch springt ein und schiebt ein E-Bike ins Gehäuse. „Fürs erste Mal nicht schlecht“, lobt Bürgermeister Dirk Rauschkolb grinsend. Die Teilnehmer aus Rat, Verwaltung und von der bauausführenden Firma Witte aus Vorwerk öffnen gemeinsam die Absperrbaken, um die Park-and-ride-Anlage und die Straße symbolisch freizugeben.

Mit dem Projekt im Rahmen der 2004 eingeleiteten Sanierung Sulingen-Nord, die jetzt langsam auf die Zielgerade einbiegt, wurde ein „Plan B“ umgesetzt. Die ursprünglich anvisierte Ost-West-Verbindung über die Bahngleise konnte aufgrund der nach wie vor planfestgestellten Gleisanlagen und der Tatsache, dass sich die „Südschleife“ nicht realisieren ließ (wir berichteten) nicht geschaffen werden – „und daran wird sich wohl auch in nächster Zeit nichts ändern“, stellt Dirk Rauschkolb fest. So erfolgt die Anbindung nun über den Kreisel und die Bahnhofstraße: „Eigentlich war vorgesehen, die Wohngebiete von Schwerlastverkehr freizuhalten. Das funktioniert so nicht.“

Einen Tick zu hoch scheint der Drahtesel zu sein, mit dem Uwe Overhoff eine der Fahrradboxen testen will.

Die Arbeiten hatten im Juni vergangenen Jahres begonnen. Die neue Fahrbahn der Straße „Am Bahnhof“ wurde Anfang Dezember, die Park-and-ride-Anlage in Busbahnhofnähe – die rund 50 komfortabel dimensionierte Stellplätze bietet – Anfang Mai abgenommen. Die Kosten des Projektes belaufen sich auf rund 550 000 Euro, einschließlich Straßenbeleuchtung, Anpflanzungen und der Fahrradboxen. Der Eigenanteil der Stadt Sulingen beträgt rund 183 300 Euro, jeweils ein weiteres Drittel fließt aus Mitteln des Bundes und des Landes Niedersachsen, im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms.

Die zehn Fahrradboxen (deren Oberseiten noch begrünt werden, sobald die „Dürre“ vorüber ist) können interessierte Pendler monatsweise von der Stadt Sulingen mieten, sich diesbezüglich ab dem 20. August bei Sabine Kammacher im Rathaus melden (Tel. 0 42 71 / 88 44). Zu welchem Preis die Boxen zu haben sind, ist noch nicht abschließend entschieden. Man müsse sich auch noch Gedanken um die „Bewirtschaftung“ der Autostellplätze der Park-and-ride-Anlage machen, räumt Bürgermeister Rauschkolb ein. „Fest steht, dass eine Begrenzung der Parkdauer auf eine Stunde hier keinen Sinn macht.“ 

 ab

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