Sabine Oetjen und Kim Peters stellen im Fachwerkhaus aus

„Linie und Farben“

+
„Linie und Farben“ – Kim Peters und Sabine Oetjen (r.) stellen ab Sonntag im Fachwerkhaus am Meierdamm aus.

Sulingen - Monatlich wechselnde Ausstellungen im Fachwerkhaus am Meierdamm – das war der Ursprungsgedanke des Vereins Kunst in der Provinz. „Es wird nicht leichter, Künstler zu finden, die ausstellen wollen und während der Ausstellungen an den Wochenenden auch vor Ort sind“, sagt Marianne Kellermann, die die Ausstellungen für den Verein koordiniert. Nach der Ausstellung „Begegnung“, die die Hamburgerin Astrid Hättig im November in dem Fachwerkgebäude gestaltete, bringen im August mit Sabine Oetjen und Kim Peters zwei Künstlerinnen aus dem Landkreis Diepholz wieder Kultur an den Meierdamm.

Die Ausstellung ist an den Sonntagen, 2., 9., 16. und 23. August, jeweils in der Zeit von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Zur Vernissage bitten die Künstlerinnen, die beide dem Verein „Kunst in der Provinz“ angehören, für den 2. August um 18 Uhr in das Fachwerkhaus.

Dass Oetjen und Peters gemeinsam ausstellen, kommt nicht von ungefähr: Beide studieren aktuell an der Hochschule für Künste in Bremen Gestaltende Kunst. Sie haben sich während des Studiums in der Hansestadt kennengelernt.

Sabine Oetjen stammt aus Bassum-Nordwohlde und hat sich vor vier Jahren in die Mitgliederliste des Vereins Kunst in der Provinz aufnehmen lassen. An den vier kommenden Sonntagen stellt sie Bleistift-, überwiegend aber Antik-Tusche-Zeichnungen vor. Die 55-Jährige weiß Antik-Tusche zu schätzen. „Sie ist wasserlöslich und trocknet wasserunlöslich auf, ist lichtecht und verblasst nicht.“ Vorbild ihrer Arbeiten seien die der Berliner Malerin und Fachbuch-Autorin Susanne Haun, die in einem ihrer Bücher das Arbeiten mit Antik-Tusche beschreibt. „Darüber bin ich gestolpert und habe dann einen Workshop bei ihr besucht. Danach war ich infiziert.“ In ihren Bildern möchte Sabine Oetjen die Schönheit des Vergänglichen festhalten. Als Motive wählt sie abgestorbene Äste und Wurzeln, auch Fischgräten. Die Malerin, die ihren Lebensunterhalt als Mitarbeiterin im Großhandel verdient, kommt nach eigenen Angaben aus einer kreativen Familie. „Gezeichnet habe ich schon immer, das dann aber nach dem Workhop vertieft.“

Kim Peters lebt in Sudwalde-Menninghausen, ist 50 Jahre alt, Architektin. „Schon mit zwölf Jahren habe ich davon geträumt, Kunst zu studieren“, sagt sie. Tatsächlich räumte sie dem Studium der Architektur Vorrang ein. „Ich habe mich nicht getraut. In der Architektur wird aber genauso Kreativität gefordert.“ Gezeichnet habe sie schon immer, sagt die heute 50-Jährige. Vor neun Jahren schloss sie sich einer Malergruppe in Tarmstedt an, die eine Kunstpädagogin leitet, sammelte dabei auch Erfahrungen in der Malerei mit Aquarell- und Pastellfarben. Vor zwei Jahren schrieb sie sich an der Hochschule für Künste ein. „Ich hatte den Eindruck, ich bräuchte einen neuen Lehrer.“ Die Vielfalt der Techniken, die in Bremen gelehrt werden, sei beeindruckend. Die Malerei aber habe es ihr besonders angetan. „Erst die Farbe gibt mir Gelegenheit, meiner Freude, die ich beim Malen habe, Ausdruck zu verleihen. Im Idealfall findet auch der Betrachter Freude an meinen Werken.“ Ihre Bilder nennt sie „Farbtrennung“. Die Bezeichnung ist dabei Programm: Durch das Übereinanderlegen von verschiedenen Farb-Nuancen formt die Künstlerin ein Ganzes.

oti

Mehr zum Thema:

Trump wendet sich vom Klimaschutz ab

Trump wendet sich vom Klimaschutz ab

Tim Wiese gibt Autogrammstunde in Apotheke

Tim Wiese gibt Autogrammstunde in Apotheke

Zyklon „Debbie“ verwüstet Australiens Küstenregion

Zyklon „Debbie“ verwüstet Australiens Küstenregion

New Model Army im Aladin

New Model Army im Aladin

Meistgelesene Artikel

Appletree: Zeltplatz wird mit Zaun gesichert

Appletree: Zeltplatz wird mit Zaun gesichert

Frage zum Frühlingserwachen: „Wer braucht schon Moore?“

Frage zum Frühlingserwachen: „Wer braucht schon Moore?“

Frühjahrskonzert mit musikalischer Reise 

Frühjahrskonzert mit musikalischer Reise 

Unfallszenario mutet auf den ersten Blick etwas rätselhaft an

Unfallszenario mutet auf den ersten Blick etwas rätselhaft an

Kommentare