„Ruhige Nummern“ im „JoZZ“ – Konzertreihe schwimmt auf Erfolgswelle

„Vielmehr Leidenschaft“

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Das niederländische Trio „Sinner & the Songfighter“ war der letzten Act des „Ruhige Nummern“-Konzerts am Sonnabend im Sulinger Jugendzentrum.

Sulingen - Von Kristina Sirjanow. Mit tosendem Applaus verabschiedet das Publikum das niederländische Trio „Sinner & the Songfighter“. Die Holländer waren der letzte Act des „Ruhige Nummern“-Konzerts am Sonnabend im Sulinger Jugendzentrum (JoZZ). Eine Mischung aus lokalen, nationalen und internationalen Künstlern gehört zum Line-up. Mit Akustikmusik verwöhnen die Musiker die Ohren der Gäste und lösen Begeisterung aus: „Ihr habt mich geflasht“, sagt eine Besucherin. Die Reihe der „Ruhigen Nummern“, neuestes Kind aus der Ideenschmiede von Stadtjugendpfleger Volkhardt „Raspe“ Schumacher, kommt an.

Schumacher spricht mit Blick auf die Veranstaltung von einer „proppenvollen Hütte“. Viel Arbeit für „Raspe“ und Co? „Nein“, sagt er. „Vielmehr Leidenschaft.“ Die Resonanz beweise die Beliebtheit des Konzeptes – sowohl bei Fans als auch bei Musikern. „Man fühlt sich hier gut aufgehoben“, sagt Isabel Petrat, Sängerin des Duos „The Curious Me“, und spricht von einem „Wohnzimmerkonzert“.

Gedämmtes Licht, eine kleine, mit Teppichen ausgelegte Bühne, diverse Grünpflanzen – im Café des Jugendzentrums macht sich eine wohlige Atmosphäre breit. Der Raum ist mit Stühlen gefüllt und von außen abgedunkelt. Die Stimmung ist ruhig, die Musik gefühlvoll. Das Ambiente lädt zum Genießen ein.

Die Idee zu „Ruhige Nummern“ entstand, erklärt Volkhardt Schumacher, als Ersatz für „Spieltrieb“. Das Liedermacherduo aus Oldenburg gastierte regelmäßig im „JoZZ“; quasi als musikalisches Gegenstück zum dem brachialen Musikprogramm der üblichen Konzerte, die der Einrichtung der Stadt weit über die Grenzen Sulingens hinaus Bekanntheitsgrad verschafft hatten.

„Spieltrieb“ wurde bekannter, fand seltener den Weg an die Galtener Straße. Schumacher und Mitstreiter entwickelten das Singer-Songwriter-Projekt „Mensch und Gitarre“; ursprünglich einzig für Solisten gedacht, das inzwischen zu den „Ruhigen Nummern“ mutierte.

Die Sulinger Gastgeber bestehen nach wie vor auf eine räumliche und optische Trennung der unterschiedlichen Programme, die das „JoZZ“ bietet: „Der Konzertraum steht für laute und kraftvolle Musik – die kleine Bühne im Café ist bewusst im puristischen Stil gehalten“, betont Schumacher. Nachdem das Konzept zunächst mit Akteuren aus der Region besetzt wurde, kommen mittlerweile für sämtliche Musik-Veranstaltungen „regelmäßig Anfragen aus dem gesamten Bundesgebiet und dem nahen europäischen Ausland“.

Trotz stetig wachsender Sympathien in der Bevölkerung besteht nicht der Wunsch, größer zu werden. „Ruhige Nummern“ wird auch weiterhin zweimal in der Winterjahreszeit stattfinden. „Das ‚JoZZ‘ ist wie eine große Familie. Wir werden unseren Charakter beibehalten und uns nicht verbiegen lassen“, sagt „Papa“ Raspe Schumacher und ist sichtlich stolz auf sein eingespieltes Team und die nennenswerten Erfolge der vergangenen Jahre.

Nach dem Ende des Line-up am Samstagabend musizieren die Akteure noch bis spät in die Nacht im Bandraum – und schwärmen gemeinsam von dem Abend: „Für diese unvergesslichen Momente sind wir sehr dankbar. ‚JoZZ‘ – Home of Rock´n´Roll'.“

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