Rote Karte für den Bayern-Fan

Turbulentes Theater beim Jugendfeuerwehrspielmannszug Wehrbleck

Magdalena (Mathis Wiegmann) und Martin (Marten Rohlfs, gr. Foto), Anneliese (Maximilian Rohlfs) und Franz (Mirko Schwenker).

Wehrbleck - Stammtisch versus Shoppen, „Sturm der Liebe“ und „Küchenschlacht“ versus Champions League und Bundesliga: Die Differenzen der Eheleute Burger, Protagonisten der Komödie „Fußball – Frauen – Liebe“, sind scheinbar unüberbrückbar.

Am Sonntag feierte der Jugendfeuerwehrspielmannszug Wehrbleck mit dem turbulenten Stück von Horst Miersen auf der Bühne von Lüdemanns Gasthaus Premiere. Die Geschichte: Magdalena Burger (Mathis Wiegmann) ist mit ihren Nerven am Ende. Ihr Mann Martin (Marten Rohlfs) lebt nur noch für den FC Bayern München, selbst im Bett legt er die Fan-Kleidung seines Lieblingsvereins nicht ab. Wenn seine „blöden Bayern“ wie so oft verlieren, ertränkt er seinen Kummer in Bier und Bismarck. Und schnarcht so laut, dass seine Frau nicht mehr schlafen kann.

Magdalena zeigt ihrem Martin die Rote Karte, sie will sich scheiden lassen. Ihre Freundin Hannelore Sinzinger (Janik Wacker) gibt ihr nicht ganz uneigennützig den Rat, eine Heiratsannonce in der Kreiszeitung aufzugeben: „Gutaussehende Bauersfrau sucht einen neuen Mann, Fußball-Fans nicht erwünscht“. Tochter Anneliese (Maximilian Rohlfs) und ihr Freund Franz (Mirko Schwenker) schlagen sich dagegen auf die Seite von Martin. Sie entwickeln eine Strategie, die die Ehe retten soll.

Die Zuschauer waren begeistert von den schauspielerischen Leistungen und von der gelungenen Ausstattung, die laut Jessica Heitmann inklusive Maske und Kostüme allein in der Verantwortung der Jugendfeuerwehrbetreuer lag. Durch das unterhaltsame Programm führten Lilly Kinze und Marvin Henkel. Viel Herzblut steckten die Verantwortlichen auch in den zweiten Teil, den die jüngeren Jugendfeuerwehrmitglieder gestalten. Die Playback-Vorführung steht unter dem Motto: „Nein, Mann“ – eine Show mit Schwarzlicht-Effekten und vielen Überraschungen.

Seit September proben die 18 Jugendlichen an ihrem Winterprogramm – anfangs wöchentlich, in der „heißen Phase“ zwei oder drei Mal in der Woche. Unterstützt wurden sie von dem elfköpfigen Betreuerteam um Jugendfeuerwehrwart André Wiegmann. Die Akteure freuten sich über den guten Zuspruch am Sonntag: 60 Besucher sahen die Nachmittagsvorstellung, bei der auch eine Kaffeetafel angeboten wurde. Mitglieder und Förderer hatten den Feuerwehr-Nachwuchs mit Tortenspenden unterstützt. Die Einnahmen sollen ebenso wie der Erlös der Tombola, für die die Jugendfeuerwehr Firmen aus der Region als Sponsoren gewinnen konnten, in die Gemeinschaftskasse fließen. André Wiegmann: „Wir finanzieren damit unseren nächsten Ausflug.“ Für Freitagabend steht ab 19.30 Uhr die Wiederholung des „Bunten Programms“ an, die Vorstellung ist allerdings schon ausverkauft, teilte die Jugendfeuerwehr mit. - mks

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