Rike Uhlemann verantwortet das Möbellager der Flüchtlingsinitiative

Betten, Schränke, Geschirr

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Rike Uhlemann in den Räumen des Möbellagers.

Sulingen - „Hier stehen die Schränke und die Sitzgarnituren, dort die Bettgestelle. Im Nachbarraum haben wir das Geschirr, Besteck, auch noch Bettwäsche.“ Rike Uhlemann kennt sich aus. Die 42-Jährige verwaltet das Möbellager, das die Flüchtlingsinitiative Sulingen in Räumen der ehemaligen Realschule an der Straße „Am Deepenpool“ eingerichtet hat. Neben dem Kleidertreff am Schwafördener Weg eine weitere Einrichtung, die der Zusammenschluss ehrenamtlicher Helfer betreut.

Rike Uhlemann gehört seit September zum Kreis der Helfer. „Die Nachrichten waren voll mit Berichten über die Schicksale der Flüchtlinge. Da bin ich ins Grübeln gekommen, wie ich helfen kann.“ Die 42-Jährige ist berufstätig – und allein erziehend. „Für die Übernahme einer Patenschaft für eine Gruppe oder auch Einzelpersonen hätte die Zeit nicht gereicht. Thekla Löchel hat mir dann davon erzählt, dass noch jemand gesucht wird, der sich um das Möbellager kümmert.“ Löchel ist Sprecherin der Paten und der Helfer der Flüchtlingsinitiative Sulingen, koordiniert zum Teil auch deren Einsätze.

Mit Rike Uhlemann scheint ihr und dem Team wieder ein Glücksgriff gelungen zu sein: Die 42-Jährige sorgt nicht nur für Ordnung im Lager, sondern koordiniert auch die Annahme von Möbelspenden und deren Weitergabe an die Asylbewerber. „In enger Zusammenarbeit mit den Paten und den Mitarbeitern des städtischen Bauhofes“, sagt die Verwaltungsfachangestellte. „Schön ist, dass ich mir die Zeit, die ich im und für das Lager einsetze, frei einteilen kann. Das sind so etwa acht Stunden die Woche; Minimum.“

Das Gros des aktuellen Lagerbestandes stamme aus Privatspenden, genauso aber aus Haushaltsauflösungen. „Wir nehmen nur das, was die Flüchtlinge tatsächlich brauchen und noch voll funktionsfähig ist“, sagt Rike Uhlemann. Den Transport, ins Lager beziehungsweise zu den Unterkünften der Asylbewerber, organisiere sie weitgehend selbst. „Meist mit Unterstützung der Mitarbeiter des städtische Bauhofes oder der Paten. Das hat sich schon ganz gut eingespielt.“

Dennoch: Weitere Paten und Helfer sind laut Thekla Löchel jederzeit willkommen. „Es wird nicht ruhiger. In den letzten drei Wochen haben wir 20 weitere Gäste aufgenommen. Am 1. Dezember kommen noch einmal zehn dazu.“ Händeringend sei man auf der Suche nach Paten. Löchel: „Der eine oder andere Mann im Team wäre nicht schlecht.“

oti

www.flüchtlingsinitiative-sulingen.de

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