„Aufbruch und Neuanfang“

Richtfest des Hospizes „ZUGvogel“ und Grundsteinlegung für Bürogebäude

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Das stationäre Hospiz strahlt schon im Rohbau etwas Besonderes aus. Am 1. Mai 2018 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Sulingen - Der Ruf von Kranichen begleitete das Richtfest des Hospizes „ZUGvogel“ am Freitagmorgen – beeindruckende „Festmusik“ und gutes Omen für ein Projekt, das für Aufbruch und Neuanfang steht.

Dr. Claudia Kemper, Vorsitzende des Vereins „Palliativstützpunkt im Landkreis Diepholz“, begrüßte Vertreter der ambulanten Hospizdienste, der Nachbarschaft und der Stadt Sulingen, Handwerker der am Bau beteiligten Firmen sowie Mitstreiter aus der Mitte des rund 45 Mitglieder zählenden Vereins zu einer „Doppel-Feier“: Neben dem Richtfest des Hospizes stand die Grundsteinlegung des Bürogebäudes auf der Tagesordnung.

„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben“, zitierte Kemper aus dem Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse: „Wir haben unruhige Zeiten durchgemacht, jetzt geht es um einen Neubeginn.“

Sie dankte allen, die das Projekt mit Engagement begleiten und äußerte die Hoffnung, das Haus möge ein Ort der Zuversicht für alle Traurigen, Verlassenen, Verlorenen, Ausgepowerten sein. „Dort, wo andere sagen, es gibt keine Hoffnung, möchten wir Hoffnung stiften.“

„Wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo einer von uns daher“, versprach sie in Abwandlung eines Liedtextes von John Delay.

„Die Hoffnung stirbt nie“

Ihr Versprechen: „Die Hoffnung stirbt nie.“ Die Baustelle des neuen Domizils der Verwaltung war der erste Schauplatz. Bauleiter Lars Renner und Geschäftsführer Andreas Körner (Generalunternehmen „casa Baubetreuung“), ließen eine Zeitkapsel mit Bauzeichnung, Tageszeitung und Münzen der aktuellen Währung in die Aussparung im Mauerwerk ein und gaben ihr die symbolischen drei Schläge. „Planung ist Vergangenheit, wir bauen für die Ewigkeit“, hieß es in dem Spruch zur Grundsteinlegung. Im Anschluss griffen die Gäste zur Maurerkelle und schlossen die Lücke mit Beton.

Im zweiten Teil der Veranstaltung krönte Dachdeckermeister Ralf Hilbers das Hospiz ZUGvogel mit einem Richtkranz, den Einrichtungsleiterin Petra Brackmann zusammen mit Dr. Claudia Kemper nach alter Tradition einlotete. In seinem zünftigen Richtspruch hob Hilbers das Glas und wünschte „Glück und Segen diesem Haus.“

Davon, dass das Hospiz Gestalt annimmt, konnten sich die Gäste nach dem offiziellen Teil der Feier überzeugen. Petra Brackmann freute sich insbesondere, dass die Nachbarn – sie hatten den Richtkranz gebunden – zahlreich vertreten waren: „Wir möchten sehr gern mit ihnen ins Gespräch kommen.“

Hospiz und Verwaltungsgebäude sollen zum 1. Mai 2018 in Betrieb genommen werden. Petra Brackmann ist optimistisch, dass diese Zielvorgabe eingehalten werden kann: „Wir sind absolut im zeitlichen und finanziellen Rahmen.“

mks

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