Anmelden bis 15. Februar

Online-Weinprobe aus Sulingen: Rheinhessische Tropfen mit hiesigen Wurzeln

Die Winzer Christian (links) und Martin Hannemann sitzen mit einem Weinglas in der Hand auf ihrem Weingut.
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Die Winzer Christian (links) und Martin Hannemann stellen ihre Produkte vor.

Sulingen / Alzey-Weinheim – Das Online-Kochen aus Sulingen, organisiert von Christian Jost und Janos Janik, stieß am Wochenende auf positive Resonanz – so positiv, dass die beiden Macher bereits über eine Neuauflage nachdenken. Zuvor steht aber eine andere Veranstaltung an: Für den 19. Februar bitten sie zur Weinprobe am Bildschirm mit Winzer Martin Hannemann vom Weingut Heiligenblut aus Alzey-Weinheim bei Worms.

Das Weingut – und der namensgebende Heilige Blutberg – haben eine weit zurückreichende und farbige Geschichte, berichtet Martin Hannemann. Der Legende nach erhielt der Berg seinen Namen, weil Hunnenkönig Attila dort im Jahr 454 christliche Mönche hinrichten ließ. Zu ihrem Andenken habe der Heilige Bonifatius 746 eine Kapelle errichtet und auf dem Berg die ersten Weinreben gepflanzt. Aufgrund der düsteren Vergangenheit habe sich aber niemand dort ansiedeln wollen, bis 1826 das Weingut entstand, das sich seit 1924 in Besitz der Familie Hannemann befindet.

Zwei Linien produziere das Gut: Seine Eltern Gaby und Gerhard Hannemann befassten sich mit Burgunder und Neuzüchtungen aus der Region, diese Weine richteten sich eher an Privatkunden. Zusammen mit seinem Bruder Christian konzentriere er sich dagegen auf Riesling zum überwiegenden Teil sowie auf Scheurebe; beides vor allem für die Gastronomie. Der Kontakt zum Betreiber des „Bistro c / o Ranck“ in Sulingen, Janos Janik, sei über die Eltern entstanden, verrät Martin Hannemann. Sie hätten auch Kunden im Raum Sulingen, weil seine Großmutter Ingeborg aus Diepholz stamme.

Die ausgewählten Weine testen vorab Christian Jost (links) und Janos Janik.

Er habe bereits mehrere Weinproben in der Videokonferenz organisiert. „Im Rahmen der Pandemie hat es sich als probates Mittel herausgestellt, um Kontakt halten zu können: Die Menschen haben ein Gesicht zum Wein und können Fragen stellen.“

Am 19. Februar stehen vier Weine zur Verkostung an, zwei aus der elterlichen Produktion und zwei der Brüder. Dazu stellt Janos Janik aus der Bistroküche passende Speisen als Begleitung bereit, mit selbstgebackenem Brot, aufgeschlagener Butter, hausgemachtem Chutney und dazu Käse aus der „Ziegerei“ in Asendorf. „Das ist ein toller Käse, den ich den Menschen nahebringen möchte“, schwärmt Janos Janik. Auf Wunsch erhalten die Teilnehmer einen alternativen Käse. Alles zusammen erhalten die teilnehmenden Haushalte vormittags geliefert in einer Box zum Preis von 60 Euro, um 18 Uhr beginnt die Weinprobe per Videokonferenz. Anmelden können sich Interessierte noch bis zum 15. Februar per E-Mail (weintasting-bistrocoranck@gmx.de); die Zahl der Teilnehmer ist wieder auf 30 begrenzt.

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