Rettungsassistentin Theres Mattke leistet ein Jahr Freiwilligendienst in Tansania

Erneut ins geliebte Afrika

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Theres Mattke, Mitarbeiterin der DRK-Rettungswache Sulingen, bricht Anfang September nach Tansania auf. Sie sucht jetzt Unterstützer für ihr Projekt.

Sulingen - Es klingt nach Abenteuer, für ein Jahr nach Afrika zu gehen. Rettungsassistentin Theres Mattke hat allerdings eine ziemlich genaue Vorstellung davon, was sie in Tansania erwartet: „Ich war 2009 und 2014 in Malawi, auch im Rahmen eines medizinischen Hilfsprojektes. Die Kultur, wie warmherzig ich von den Menschen aufgenommen worden bin – dort entstand meine Liebe zu Afrika“, sagt die 22-jährige Mitarbeiterin der DRK-Rettungswache Sulingen lächelnd.

2009? „Ja, ich war das erste Mal mit 17 dort. Die Ausbildung zur Rettungsassistentin kann man erst mit 18 beginnen, die Zeit wollte ich sinnvoll überbrücken, die Welt entdecken.“ Nur kaltes Wasser, kein Strom, schlechtere hygienische Bedingungen: Theres Mattke weiß, dass sie das wohl auch in Tansania erwartet. Und dass sie damit umgehen kann.

Sie leistet vom 1. September bis zum 31. August Freiwilligendienst im Rahmen des „weltwärts“-Programms des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Ihre Entsendeorganisation ist der DRK-Landesverband Westfalen-Lippe. „Ich werde in der Geschäftsstelle des Tansanischen Roten Kreuzes in Dar Es Salaam eingesetzt. Es ist die größte Stadt des Landes, sie liegt direkt am Indischen Ozean. Im Vordergrund wird stehen, die Arbeit des Roten Kreuzes vorzustellen.“ Zum Beispiel in Form von Jugendarbeit, Bildungsarbeit zu Themen wie Hygiene und Gesundheit in Schulen und Gemeinden, Erste-Hilfe-Kurse, Mithilfe bei Impfkampagnen. Auch Sanitätsdienste und Einsätze im Krankenhaus könnten hinzukommen: „Man wird eingesetzt, wo man gerade gebraucht wird.“

Für die Freiwilligen sind gute Englischkenntnisse wichtig, von ihnen wird aber auch erwartet, die Landessprache Suaheli zu erlernen. „Darauf bereite ich mich schon mal vor, es gibt dann vor Ort ein entsprechendes Seminar. In Malawi ging es mit dem Erlernen der Sprache ganz gut – dort wird Chichewa gesprochen, der Unterschied ist nicht so groß.“ Bereits im Dezember gab es ein Aufbauseminar für den Einsatz in Tansania, bei dem auch ehemalige Freiwillige von ihren Erfahrungen berichteten, ein weiteres ist für August angesetzt, „unter anderem mit einem Tropenmediziner und einer Psychologin.“ Bereitet das Thema Ebola Sorge? „Die Epidemie ist in Westafrika – Tansania liegt in Ostafrika, ist frei von Ebola“, stellt Theres Mattke fest. „Sollte sich daran etwas ändern, gibt das Auswärtige Amt eine Warnung heraus und alle Freiwilligen werden aus dem Land geholt.“ Die politische Situation in Tansania sei, im Gegensatz zum Nachbarland Kenia, sehr entspannt.

Einer wichtigen Aufgabe widmet sich die 22-Jährige schon jetzt: Es gilt, einen Förderkreis aufzubauen, der die nicht aus Bundesmitteln gedeckten Kosten für ihren Einsatz – rund 1800 Euro – trägt. Theres Mattke hat Info-Flyer gestaltet, mit denen sie bei Firmen, Organisationen und Privatpersonen um finanzielle Hilfe bitten möchte, außerdem eine Seite bei Facebook (www.facebook.com/theresafrika): „Darauf werde ich dann Berichte und Fotos posten, wenn ich in Tansania bin.“ Wer das Projekt unterstützen möchte, kann sie auch per E-Mail erreichen (t.mattke@gmx.de) oder auf das Konto des DRK-Kreisverbandes Diepholz bei der Kreissparkasse Syke spenden (BLZ 29151700, Konto 1110015995, Stichwort „Theres Afrika“)

Dankbar ist die 22-Jährige ihrem Arbeitgeber, dem DRK-Kreisverband Diepholz, der sie für ein Jahr freistellt. „Wir unterstützen den Einsatz von Frau Mattke voll umfänglich“, betont Axel Vetter, Leiter des Rettungsdienstes, „weil wir die Maßnahme vor Ort als sinnvoll ansehen – und weil die Erfahrungen, die sie dort sammelt, hinterher sicher auch uns als Arbeitgeber zugute kommen.“

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