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Renate Kurzke übergibt Sulinger Sprachheilpraxis an Sabine Faul

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Von: Harald Bartels

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Zum 1. Juli übergibt Renate Kurzke (links) ihre Sprachheilpraxis an Sabine Faul.
Zum 1. Juli übergibt Renate Kurzke (links) ihre Sprachheilpraxis an Sabine Faul. © Bartels

Sulingen – Ein vertrautes Gesicht verabschiedet sich aus dem Berufsleben: Zum 1. Juli übergibt Renate Kurzke ihre Sprachheilpraxis in Sulingen, Vogelsang 10, an Sabine Faul. Mehr als 33 Jahre, seit Mai 1989, betreute die akademische Sprachtherapeutin hier große und kleine Patienten. „Ich bin froh und dankbar, dass die Praxis so lange Bestand hatte“, sagt die 66-Jährige, „und mein Dank gilt den Patienten und ihren Angehörigen für ihr Vertrauen.“

Nun steht für sie der Ruhestand an, doch ihre Praxis legt sie in bewährte Hände: Als staatlich anerkannte Logopädin ist Sabine Faul bereits seit September 2012 hier tätig, und schon in den vergangenen Monaten hatte sie die fachliche Leitung der Praxis inne.

Über die Übernahme hätten beide bereits Ende Oktober 2020 gesprochen, so die 30-jährige Sulingerin: „Solch eine Chance zum Übergang ist selten, aber ich hatte so eine ruhige Einarbeitungszeit.“ „Sonst springt man ja ins ,kalte Wasser‘“, ergänzt Renate Kurzke, „und der Start in die Selbstständigkeit ist ein unternehmerisches Wagnis.“

Auch weiterhin deckt Sabine Faul die ganze Bandbreite der Behandlung von Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen ab. Gerne mache sie Stimmtherapie und plane dazu auch weitere Fortbildungen. „Die Arbeit am Menschen bereitet mir generell Freude.“ Es sei abwechslungsreich, weil jeder Tag anders sei, und sie schätze die facettenreiche Arbeit, ob mit Zweijährigen oder mit 90-Jährigen. Der Schwerpunkt liege bei Kindern, aber das wandele sich: Habe anfangs die Verteilung bei 70 Prozent Kindern und 30 Prozent erwachsenen Patienten gelegen, sei sie jetzt „fast 50 / 50“.

Termine für Behandlungen gibt es auch weiterhin nach Vereinbarung (Tel. 0 42 71 / 40 64, E-Mail: sprachheilpraxis.info@gmail.com).

Die Behandlungen führt Sabine Faul vorerst alleine durch. Sie sei jedoch auf der Suche nach Verstärkung – „das war schon mein ganzes Berufsleben so“, wirft Renate Kurzke ein. Ausgebildete Fachkräfte zu finden ist schwierig, weiß Sabine Faul, aber seit zwei Jahren sei der Zugang vereinfacht worden, weil die angehenden Therapeuten kein Schuldgeld mehr zahlen müssten, sondern eine Ausbildungsvergütung erhielten.

Unabhängig davon sieht die neue Praxisinhaberin dem Start zuversichtlich entgegen: „Ich freue mich auf die Herausforderung“, betont Sabine Faul.

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