Stadt und Veranstaltungs-Gesellschaft engagieren sich

Investition in Infrastruktur: Hausanschluss für das „Reload“

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Ortstermin am Rande des Festivalgeländes mit Malik Tharia, Nicole Kossinna, Dirk Rauschkolb, Uwe Witte, Joachim Oltmann, Ralf Lessig, Frank Sommer und Lutz Kordes (von links).

Sulingen – Vom 22. bis 24. August ist die Fläche „Im langen Lande“ nordöstlich des Stehlener Kreuzes Veranstaltungsort des Reload Festivals 2019. Die Vorbereitungen beginnen nach Pfingsten. Die Mitarbeiter der Firma Witte aus Klein Lessen-Vorwerk übernehmen den Leitungsbau für die Frischwasser-Versorgung – in Abstimmung mit der Stadt Sulingen und dem Zweckverband Wasserversorgung Sulinger Land. Voraussichtlich eine Woche später wird auf dem Gelände eine Transformatorstation errichtet.

Laut Sulingens Bürgermeister Dirk Rauschkolb investiere die Stadt Sulingen nach Beschluss des Verwaltungsausschusses im November vergangenen Jahre an die 100.000 Euro in die Infrastruktur des Geländes. Die Kosten für die Anschaffung und Installation der Transformatorstation beziffert der Bürgermeister mit gut 80.000 Euro. „Innogy SE“ habe einen Zuschuss in Höhe von gut 30.000 Euro in Aussicht gestellt. Rauschkolb: „Mit dem Restbetrag unterstützen wir das Ansinnen der Veranstalter, die Frischwasser-Versorgung zu optimieren.“

Laut Malik Tharia, der für die „Reload“-Veranstalter den Bereich Infrastruktur verantwortet, bediene man sich dazu der Dienste des Sulingers Joachim Oltmann und dessen Planungsbüros „Projektmanagement H2Jo“. Oltmann sprach am Dienstag beim Vor-Ort-Termin mit Dirk Rauschkolb und Nicole Kossinna von der Stadtverwaltung, Malik Tharia und Lutz Kordes für die Festival-Veranstalter, Ralf Lessig und Frank Sommer vom Zweckverband Wasserversorgung Sulinger Land sowie Uwe Witte von der gleichnamigen Bauunternehmung von einem spannenden Projekt: „Zum einen, weil man sich als Sulinger mit dem Festival identifiziert; zum anderen, weil ich gut finde, dass die Stadt sagt, sie investiert, um das ‚Reload‘ am Standort Sulingen zu halten.“

Diplom-Ingenieur Oltmann, im Hauptberuf seit weit über 25 Jahren bei einem kommunalen Ver- und Entsorgungsunternehmen für die Trinkwasserversorgung verantwortlich, gilt als anerkannter Fachmann; unter anderem im Bereich Wasserhygiene. „Hygienisch ist immer ein Risiko dabei, wenn man sogenannte ‚fliegende Leitungen‘ verlegt“, erklärt Oltmann. „Dass sich die ,Reload´-Veranstalter dafür ausgesprochen haben, die Situation auf dem Festivalgelände zu optimieren, spricht für sie. Da haben sie anderen Veranstaltern eine ganze Menge voraus.“

Joachim Oltmann.

Entschieden habe man sich laut Oltmann für eine Art „Hausanschluss“, an dem von der Wasserversorgung Sulinger Land das Frischwasser an das zukünftige Netz des Festivalgeländes übergeben wird. „Der Versorger und der Betreiber des Festivals haben ein großes Interesse daran, dass die Hygieneanforderungen eingehalten werden.“ Geschaffen habe man eine Lösung, die nicht nur für die „Reload“-Veranstaltungen, sondern durchaus auch für andere Vorhaben nutzbar sei.

Mehr zum Reload: Alles zum Festival in der Übersicht

Herzstück der Anlage ist ein etwa zwölf Tonnen schweres Schachtbauwerk, das westlich der Wohnbebauung an der Linderner Straße in das Erdreich eingelassen wird. Das Werk trennt öffentliches Netz und das des Veranstaltungsgeländes – und regelt, bei Bedarf, die Wasserzufuhr. „Doch nicht nur das,“ erklärt Joachim Oltmann. „Man kann gezielt desinfizieren, aber auch konservieren.“ Vom Schachtwerk aus werden etwa 1200 Meter Leitungen verlegt, die das Wasser zu den Hydranten auf dem Veranstaltungsgelände führen. „Das ist eine gute Lösung“, sagt Oltmann. „Eine zuverlässige“, bestätigt Ralf Lessig.

Das Schachtwerk soll am 25. Juni eingesetzt werden. „Der 100-Tonnen-Kran ist für 7.30 Uhr geordert“, erklärt Uwe Witte. Ende Juli sollen die Arbeiten der Trinkwasserversorgung abgeschlossen sein.

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