Reload 2022 vom 18. bis 20. August

Reload 2021 abgesagt: Das Battlefield bleibt erneut still

Ein Blick auf das „echte“ Reload-Feeling des Jahres 2019 von Fotografin Jessica Wollstein.
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Ein Blick auf das „echte“ Reload-Feeling des Jahres 2019 von Fotografin Jessica Wollstein.

Sulingen – Und erneut bleibt das Reload-Battlefield im August still. Die Entscheidung fällt am Dienstag um 8 Uhr. „Wir hatten gehofft, euch und uns diese Nachricht zu ersparen, inzwischen sind wir aber an einem Punkt angelangt, an dem wir leider sagen müssen: Ein Reload, wie wir es uns vorstellen, ist dieses Jahr nicht umsetzbar“, heißt es seitens der Reload-Macher.

Seit der Absage des Wacken Open Air 2021 (WOA) am 1. Juni gab es die Befürchtung, dass auch die Sulinger Veranstaltung, geplant für 19. bis 21. August, nicht würde stattfinden können. „Wir können einfach nicht planen. Es gibt keine verlässliche Auskunft. Stand heute ist, dass wir nicht wissen, was wir Mitte August dürfen“, erklärt Geschäftsführer André Jürgens am Dienstag.

Die Liste der Unwägbarkeiten aber führen die internationalen Bands an: „Nicht alle sind geimpft oder wollen sich impfen lassen. Was, wenn sie in Quarantäne müssen?“, sinniert Jürgens. Am Dienstag um 8 Uhr kommt die Absage eines der Headliner. Und damit fällt die Entscheidung. Gegen eine eventuelle Feier mit angezogener Handbremse und für ein Festival, wie man es bisher kannte: Fans und Bands, die ihre Liebe zur Livemusik miteinander auf dieser Wiese im Sulinger Süden feiern.

Die Liste der Unwägbarkeiten umfasste auch die Option, unter Auflagen zu planen. Aber welche würden das sein? Mit Masken? Mit Sitzplätzen? Mit 2000 oder mit 15.000 Fans? Mit oder ohne Übernachtungsoption? Mit oder ohne Getränkeausschank?

Reload-Termin für das Jahr 2022 steht schon fest

Die Reload-Gesellschafter haben sich für ein „echtes“ Reload entschieden: Und mit dem 18. bis 20. August 2022 gleich einen neuen Termin für 2022 gesetzt.

Etliche deutsche Festivalmacher hätten mit Verwunderung zur Kenntnis genommen, dass in den europäischen Nachbarländern große Festivals angekündigt würden, sagt Jürgens. Selbst bundesweit gäbe es Unterschiede. Zwar bessere sich auch in Deutschland die Pandemielage zusehends. „Bis wir aber wirklich Klarheit hätten, wie ein Festival unserer Größenordnung auszusehen hat, damit es stattfinden könnte, würde aber noch viel Zeit vergehen“, lautet die Mitteilung der Reloader an die Fans.

Und nein, man könnte ein Festival eben nicht mit einer Fußballveranstaltung im Stadion vergleichen. Das böte neben vielem anderen mehrere Ein- und Ausgänge, sei überhaupt nur eine kurze Veranstaltung und kein mehrtägiges Festival, bei dem viele Besucher auch übernachten.

Bereits erste Bands für das Reload Festival 2022 gebucht

Und das Line-up? Jürgens verrät zwar, das bereits Bands für 2022 gebucht seien, aber nicht welche. Ob aus der Liste der Bands, die für die Jahre 2020 und 2021 gebucht waren, auch welche in 2022 auf die Bühne stehen, bleibe abzuwarten. Das gelte insbesondere für die bereits avisierten Headliner. Die werden demnach neu verhandelt. Jürgens verspricht aber, „dass auch im August 2022 ein reloadmäßiges Programm rumkommen wird“, am Ende der Planungen.

Wie flexibel sind die Bands denn für 2022? Viele Festivals hätten bereits für 2022 geplant, da sei „der Kuchen schon aufgeteilt“. Grundsätzlich gäbe es aber Nachholbedarf bei den Musikern aller Länder: „Viele Bands werden eigenen Tourneen machen, wenn es die Pandemie zulässt. Wenn 2022 ein normales Konzertjahr werden kann, dann kann man gar nicht so viele Karten kaufen, wie es Konzerte geben wird“, mutmaßt der Spezialist.

Reload-Kartenrückgabe wird noch vorbereitet

Wie die Rückgabe der bereits gekauften Eintrittskarten möglichst einfach (und dennoch rechtssicher) gestaltet werden kann, werde derzeit geprüft. Jürgens bittet um Geduld.

Zurück nach Wacken. Die WOA-Macher kündigen an, eine Idee zu prüfen, ob nicht ein Live-Musik-Konzert im Spätsommer möglich ist. Hätten die Sulinger dazu auch Lust? „Wir prüfen das. Aber ob es Sinn macht, im Spätsommer eine Veranstaltung durchzuführen, ob die wirtschaftlich ist, welche Sicherheitsmaßnahmen notwendig sind, ob man sich frei bewegen darf... und ob sowas Spaß machen würde... es kann sich soviel verändern in kurzer Zeit“, lässt Jürgens sich und den Reload-Machern noch einen Live-Slot offen.

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