Abschluss mit „Five Finger Death Punch“

Reload 2016: Mit 10.000 Besuchern auf Rekordkurs

Die „Monsters of Liedermaching“ gefielen. - Foto: Winter

Sulingen - Von Kerstin Hedwig Winter. „Sonja Buchholz, ich liebe dich über alles!“ war wohl die schönste Liebeserklärung, die jemals auf einer Festivalbühne gemacht wurde. Der Ausruf war das erste, was Marcel Kleiner in den Sinn kam, als er von „Limp Bizkit“-Frontmann Fred Durst auf die Bühne geholt und aufgefordert wurde: „Say whatever you want, man.“

„Ich stand hinten und hatte ein bisschen Pipi in den Augen“, erzählte Sonja am Tag danach. Die beiden sind ein waschechtes „Reload-Pärchen“ und haben sich vor einem Jahr beim Warm-Up-Abend kennen gelernt. „Demals hatte er auch schon genau dieses Kleid an.“

Das Organisations-Team um Andre Jürgens, Sicherheits-Chef Oliver Karstens und Maltester-Einsatzleiter Roman Kaminski zeigten sich mit dem Verlauf den Festivals sehr zufrieden. Alle Sicherheitsaspekte hätten sich gut umsetzen lassen und auf die Besucherzahlen konnten noch einmal deutlich erhöht werden. „Wir sind mit knapp 10.000 Besuchern auf Rekordkurs“, so Jürgens.

Während der Samstagnachmittag mit „Burning Down Alaska“, den Lokalmatadoren von „Watch Out Stampede“ und „Adept“ ganz im Zeichen des Hardcore stand, wurde es zum Abend hin mit „Monsters of Liedermaching“ und „Die Kassierer“ noch einmal anstößig, skurril und vorallem lustig.

„Ihr könnt euch ruhig ausziehen. Wir haben geheizt“, lud Kassierer-Sänger Wolfgang „Wölfi“ Wendland ein. Einer Aufforderung, der er selbst am schnellsten nachkam...

Wer „Airbourne“ bereits im Jahr 2013 auf dem Reload Festival in Sulingen gesehen hatte, wusste, was für eine Show zu erwarten war. Und es wurde abgeliefert. Da durfte auch die Kletterpartie von Sänger Joel O’Keeffe hinauf aufs Gerüst der Reload-Bühne nicht fehlen.

Die Headliner „Five Finger Death Punch“ beschworen mit ihrem fulminanten Auftritt zum Abschluss des Festivals sogar ein wenig Regen herauf. Doch eine größere Unwetterzelle, die für den frühen Sonntagmorgen angekündigt war, löste sich bereits in der Nacht – zum Glück für der Festivalbesucher –  wieder auf.

Am Sonntag hieß es dann für die Besucher die letzte Dose Ravioli wieder einzupacken, abzubauen und die Heimreise anzutreten. Für viele steht jetzt schon fest. „Reload, wir sehen uns 2017.“

Für jene, die es kaum erwarten können, gab es bereits am Samstag gute Nachrichten: In der Nacht von Sonntag auf Montag startete bereits der Vorverkauf für das Reload 2017. „Das haben wir in diesem Jahr zum ersten Mal geschafft“, erklärt Jürgens.

Unter den ersten bestätigten Bands fürs Reload 2017 finden sich „Caliban“, „Whitechapel“, „Mr. Irish Bastard“ und als erster Headliner „Amon Amarth.“

Reload-Festival - der Samstag

Reload-Festival - am Freitagabend mit "Limp Bizkit"

Reload-Festival - am Donnerstag

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