Ute Lüßmann lobt Engagement der Oberstudienrätin

Gymnasium Sulingen: Regina Bömer tritt Ruhestand an

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Ihren Ruhestand tritt, nach mehr als 27 Jahren am Gymnasium Sulingen, Oberstudienrätin Regina Bömer an, hier mit Schulleiterin Ute Lüßmann.

Sulingen - Der Halbjahreswechsel war verbunden mit der Verabschiedung von Oberstudienrätin Regina Bömer in den Ruhestand, teilt Stephan Timpke für das Gymnasium Sulingen mit. Schulleiterin Ute Lüßmann bedankte sich im Rahmen einer Dienstbesprechung bei der künftigen Pensionärin für ihr großes Engagement: „Du bist einzigartig!“

Dies lasse sich an vielen Beispielen belegen: So war Regina Bömer für viele Jahre am Gymnasium die einzige Lehrerin mit Lehrbefähigung für katholische Religion und die einzige Beratungslehrerin. Zudem ist sie die einzige Trägerin des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland im Kollegium - 2006 verliehen durch den damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler für die Partnerschaftsarbeit mit afrikanischen Ländern.

Regina Bömer kam am 1. August 1991 von der Liebfrauenschule Vechta an das Sulinger Gymnasium mit den Fächern katholische Religion, Sport und Pädagogik. Kurze Zeit später schloss sie ihre Ausbildung als Beratungslehrerin ab und konnte fortan in dieser Funktion Schülern in schulischen wie auch in Lebenskrisen helfen. „Du hast uns alle mit dieser Arbeit in so wunderbarer Weise unterstützt“, hob Ute Lüßmann hervor. Auch über den schulischen Kontext hinaus habe Regina Bömer großes soziales Engagement im Bereich von Jugendarbeit und der Unterstützung von Familien gezeigt, sei zudem viele Jahre als Schöffin beim Amtsgericht Diepholz tätig gewesen. „In deiner Arbeit liefen viele Stränge zusammen, du bist eine Netzwerkerin.“

Bereits 1990 hatte Regina Bömer in Barnstorf den Kinder- und Jugendzirkus „Barbarella“ gegründet. „Dein soziales Engagement, dein sportliches Geschick, dein Interesse an globalen Umweltthemen - alles fügte sich hier zusammen“, so die Schulleiterin. Auch für die Schule von großem Nutzen: Zirkusprojekte, Orientierungsrahmen globale Entwicklung, Trommelworkshops, Kinderkulturkarawane und nicht zuletzt die Zirkus-AG waren Folgen dieser Verzahnung. Auch von Regina Bömers Einsatz für Entwicklungsländer über das „Welthaus“ in Barnstorf habe die Schule profitieren können - so hat sie eine internationale Partnerschaft mit dem Youth Council in Damongo in Nord-Ghana aufgebaut, ebenfalls aus dieser Kooperation entstand der schulische Dritte-Welt-Laden. Und so wurde das Gymnasium von zur „Umweltschule in Europa“, verknüpft mit dem Titel „Internationale Agenda-21-Schule“. Eng verbunden waren damit die Arbeit am Orientierungsrahmen Globale Entwicklung, Projekttage und Ausstellungen wie „globo log life“ und „african kids“. Lüßmann: „All das, was du hier an dieser Schule angestoßen, umgesetzt, mit Leben erfüllt hast, ist so vielfältig, dass es schwer ist, dem wirklich gerecht zu werden.“

Die Schulleiterin ließ auch nachdenkliche Töne nicht aus: Regina Bömers Drittfach Pädagogik ist seit mehreren Jahren nicht mehr an der Schule im Angebot, das Fach „Darstellendes Spiel“, für das sie 2006 im Rahmen einer Weiterbildung die Lehrfähigkeit erhielt, stehe vor einem starken Wandel.

Ute Lüßmann hob hervor, dass es Regina Bömer gelungen sei, Räume von Geborgenheit in der Schule zu schaffen, Räume zum gemeinsamen Feiern, zum Trauern, wenn sie benötigt wurden, und Räume des Rückzuges, wenn es um ihre Beratungstätigkeit ging. „Diese Geborgenheit, die du für uns und für viele Schüler und Schülerinnen immer wieder aufgebaut hast, hat uns über lange Zeit unterstützt. Jetzt wünschen wir dir, dass du für dich Räume entdecken kannst, in denen auch du Geborgenheit für dich findest.“

Es schlossen sich Dankesworte der Fachschaften sowie des Personalrates an.

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