Herbstfest der Initiative Sulingen

Reges Treiben in der „City“

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Der Auftritt der „Thunderbolt Cheerleader“ zählte zu den Zuschauermagneten.

Sulingen - „Beim Aufbau habe ich gedacht, hier ist gar nichts los“, sagte Lukas Hafner, der mit einem Fahrgeschäft aus Wischhafen zum Herbstfest der Initiative Sulingen mit verkaufsoffenem Sonntag angereist war.

Am Nachmittag musste er sein Urteil revidieren: „Die Geschäfte laufen ganz gut.“ Selbst ein Regenschauer konnte seinen Optimismus nicht trüben: „Es hört gleich wieder auf, außerdem kommen die Kinder bei jedem Wetter.“ Mit beidem sollte er recht behalten.

Den ganzen Nachmittag herrschte in der Innenstadt reges Treiben. Wer nicht spontan dem Shopping-Fieber erlag, holte sich beim Schaufensterbummel Ideen für den nächsten Großeinkauf. Das Herbstfest war eine gute Werbung für die Sulestadt. Und für eine autofreie Zone.

Viele Vereine präsentieren sich

Viele Vereine nutzten die Gelegenheit, sich der Öffentlichkeit vorzustellen. „Im Dienst“ waren unter anderem zehn Mitglieder des Jugend-Rot-Kreuzes. Nach einer groß angelegten Schminkaktion stellten die „Versehrten“ ihre Verletzungen der Öffentlichkeit vor: Schürfwunden, verstauchte Hand, Kopfverletzung und Gehirnerschütterung. 

Mitglieder des Jugend-Rot-Kreuzes präsentierten nach einer groß angelegten Schminkaktion ihre „Verletzungen“ – und suchten Passanten, die Erste Hilfe leisten konnten.

„Wir werden mit den beiden jetzt losziehen und testen, ob jemand Erste Hilfe leisten kann“, sagte JRK-Leiterin Josephine Schmidt. Die Premiere sei auf jeden Fall gut gelaufen: „Die Leute haben Interesse.“

Alles, was in Bewegung war, zog das Interesse der Passanten auf sich. Mit ihrem vierrädrigen Info-Mobil warben die „Blaukreuzler“ für ein abstinentes Leben und für die Selbsthilfegruppe von Menschen mit Suchtproblemen: „Lieber schlau als blau...“ Präsenz zu zeigen war auch die Intention des Sulinger Reitclubs, der auf dem E-Center-Parkplatz zum Ponyreiten einlud. „Für unseren Verein ist das ein nettes Zubrot“, sagte Ortrun Steinhage.

Ein positives Resümee zogen die Mitglieder des Sulingen Projekts, die zurzeit an einer Filmdokumentation über die Geschichte der Sulestadt arbeiten (wir berichteten). „Wir haben einige Fan-Pakete verkauft und sogar eine neue Mitstreiterin gewonnen“, sagten Werner Focke und Martin Hermann. Noch suchen sie Hobby-Historiker und Heimatforscher, die das Projekt unterstützen.

Walk-Act kommt an

Beliebtes Fotomotiv war die Walk-Act-Künstlerin Elisa Salamanca alias „Bloody Mary“, die dem Regen als singende Tomate mit guter Laune die Stirn bot. Am Ende überließ sie den „Blaubeeren“ die Bühne: Das Konzert der Marching Band „Sound of Sulingen“ vor der Kreissparkasse war ebenso Zuschauermagnet wie der Auftritt der „Thunderbolt Cheerleader“. Das musikalische Pendant am anderen Ende der Sulinger Einkaufsmeile: „Open air“ spielte das Duo „Anne & Davy“ (Folk und Blues) zum „Amtsschimmel“-Geburtstag.

Herbstfest in Sulingen

Eine Sonderfahrt mit unangenehmer Überraschung erlebten Zugreisende auf der Bahnstrecke Sulingen-Diepholz: Beim Fahrplan ergaben sich nicht unerhebliche Verspätungen. Frustriert war auch Heinfried Huck (Moorhof Stemwede/Oppenwehe), der mit Truck und Planwagen den Pendelverkehr von der Innenstadt ins Gewerbegebiet übernehmen sollte und am Bahnhof auf „Kundschaft“ wartete: „Mein Platz in der Innenstadt war besetzt und hier am Bahnhof findet mich keiner. Die Organisation könnte besser sein.“

mks

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